Zwei Drittel bevorzugen eigenständiges Wohnen im Alter

Von: dpa
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München. Im Alter wollen die meisten Deutschen in ihrem eigenen Haus oder der eigenen Wohnung leben. Rund zwei Drittel (67 Prozent) wünschen sich, mit 70 Jahren in den eigenen vier Wänden noch ohne fremde Hilfe zurecht zu kommen. Das hat die repräsentative Emnid-Studie „Wohnwünsche im Alter” ergeben.

57 Prozent der Befragten würden zusätzliche Hilfe in Kauf nehmen, wenn sie dafür nicht umziehen müssen. 32 Prozent können sich vorstellen, mit mehreren Generationen unter einem Dach zu leben. Ein Pflegeheim oder eine Seniorenresidenz ziehen dagegen nur 15 Prozent vor.

Ist die Wohnung nicht altersgerecht gestaltet, würde sie jeder zweite Befragte lieber umbauen als selbst umzuziehen. Die zweite Möglichkeit ziehen nur 34 Prozent in Betracht. Mit zunehmender Wohndauer sinkt die Bereitschaft zu einem Umzug: Nur 30 Prozent der Menschen, die schon länger als 10 Jahre in derselben Wohnung leben, können sich mit diesem Gedanken anfreunden. Bei der Gruppe, die weniger als 5 Jahre in der Wohnung lebt, sind es 46 Prozent.

Als häufigsten Grund für einen Umzug nannten die Befragten ab 50 Jahren den Verlust der Selbstständigkeit (82 Prozent). Bessere Versorgungsmöglichkeiten wären für 53 Prozent ein Grund, die Kisten zu packen. Am wichtigsten ist den meisten eine Unterstützung bei der Pflege (77 Prozent) oder bei der Hausarbeit (69 Prozent). Beim Kochen sehen hingen nur 34 Prozent Hilfsbedarf.

Für die Erhebung wurden 1100 Personen ab 50 Jahren befragt. In Auftrag gegeben wurde die Studie vom Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), dem Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) sowie dem Deutschen Mieterbund (DMB).

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