Zigaretten- und Alkoholkonsum gehen bei Jugendlichen zurück

Von: dapd
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Frankfurt/Main. Die Jugendlichen in Deutschland rauchen weniger und trinken nicht mehr so viel Alkohol wie noch vor einigen Jahren.

Diesen Schluss legt eine aktuelle Befragung von 3.600 Schülern an verschiedenen Schulen im Bundesland Hessen nahe. Das Forschungszentrum Demografischer Wandel (FZDW) der Fachhochschule Frankfurt am Main führte diese Untersuchung im Rahmen einer internationalen Gesundheitsstudie der Weltgesundheitsorganisation durch. Die Teilergebnisse aus Hessen liegen nun vor und lassen insgesamt einen positiven Trend für Deutschland vermuten. Über die Befragung berichtet die Fachhochschule Frankfurt.

Der Vergleich mit einer ähnlichen Studie von 2002 offenbarte den positiven Trend: Demnach gab es bei Jugendlichen im Alter von 11 bis 15 Jahren 2002 noch 12,7 Prozent Raucher, heute sind es nur noch 5,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum nahm außerdem der Anteil derjenigen, die mindestens einmal pro Woche Alkohol trinken, von 17 auf 12 Prozent ab. Das ergab die Analyse der Angaben der Jugendlichen auf einem einheitlichen Fragebogen.

Allerdings zeigte die Befragung auch einige unerfreuliche Detailaspekte: Diejenigen, die regelmäßig Alkohol trinken, tun dies heute intensiver als noch vor acht Jahren. „Was wir hier beobachten, ist eine soziale Scherenentwicklung. In der Summe geht der Tabak- und Alkoholkonsum in den letzten Jahren zwar zurück. Nur in einer kleinen Gruppe, häufig in sozial schwachen und belastenden Lebensumständen, beobachten wir eine Zunahme gerade des exzessiven Suchtmittelkonsums”, sagt Studienleiter Andreas Klocke vom FZDW.

Bedenklich sei auch die Entwicklung der geschlechtsspezifischen Unterschiede: Jungen konsumieren zwar nach wie vor häufiger Alkohol, die Mädchen nähern sich ihnen jedoch stetig an. 2002 waren noch doppelt so viele Alkoholkonsumenten Jungen, bis 2010 hat sich die Differenz bereits etwa halbiert.
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