Wut auf den Ex-Partner kann sich auf Kinder übertragen

Von: dapd
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Wuppertal. Nach einer Scheidung ist es wichtig, dass beide Eltern weiterhin für ihre Kinder da sind. Doch oft zieht sich ein Elternteil mehr und mehr zurück oder bricht den Kontakt zu seinem Nachwuchs sogar ganz ab.

„An dieser Situation lässt sich nicht immer etwas ändern. Manch ein Elternteil zeigt einfach kein Interesse an seinen Kindern”, sagt Elke Fuhrmann-Wönkhaus, Autorin des Ratgebers „Scheidungskinder”.

Manchmal seien jedoch auch Konflikte zwischen den Ex-Partnern der Grund für den Kontaktabbruch. So sei es problematisch, wenn der Betroffene bei jedem Abholen vom anderen Elternteil mit Ermahnungen und Vorhaltungen überhäuft werde.

„Manchmal überträgt sich die Wut auf den Ex-Partner auch auf die Kinder und der Betreffende möchte daher auch seinen Nachwuchs nicht mehr sehen”, sagt die Sozialwissenschaftlerin aus Wuppertal. Sie empfiehlt getrennten Eltern daher, sich in so einer Situation um eine Versöhnung zu bemühen, um wohlwollend miteinander umgehen zu können.

Für Kinder sei der Verlust des Elternteils oft sehr belastend. Es sei wichtig, dass man ihnen die Möglichkeit gebe, zu trauern. „Wenn der Kontakt von einem Elternteil vernachlässigt wird, sollte man dem Kind klarmachen, dass Mutter oder Vater auch positive Seiten haben”, sagt Fuhrmann-Wönkhaus. Der Nachwuchs habe oft Talente und besonderen Fähigkeiten von seinem Elternteil geerbt - „diese sollte das Kind auch ausleben dürfen”, betont die Autorin.

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