Vom Kopf bis zu den Zehen: Babymassage bedeutet Entspannung

Von: ddp
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Kleinkinder und Babys sind sehr empfindlich. Foto: ddp

Berlin. In vielen Kulturen ist die Babymassage fester Bestandteil im Alltag eines Neugeborenen. Als Muntermacher, aber auch zur Entspannung ist diese Streicheleinheit, die überwiegend zwischen Mutter und Kind stattfindet, eine besondere Form der Zweisamkeit, bei der beide genießen können.

Die sanften Bewegungen der Mutter fördern die Durchblutung des Kindes, regen den Stoffwechsel an und tragen zur Ausprägung eines gesunden Körpergefühls bei.

Bereits Neugeborene können massiert werden. „Den intensiven Hautkontakt genießen schon ganz junge Babys”, sagt Lisa Fehrenbach, Hebamme in Berlin und Beauftragte des Deutschen Hebammenverbandes für Stillen und Ernährung. Bei einer Raumtemperatur von mindestens 22 Grad können Mütter ihre Kinder mit sanften Bewegungen streicheln und massieren. Während der zehn Minuten langen Massage liegt das Kind auf einer Decke oder auf den Beinen der Mutter, wodurch es zusätzlich ihre Körperwärme spürt. „Die Mutter sollte unbedingt warme Hände haben und mit etwas Öl massieren”, sagt die Hebamme.

Bei der Babymassage wird der gesamte Körper massiert. „Man beginnt am Kopf und arbeitet sich langsam über den Körper hin bis zu den Zehen vor”, sagt Fehrenbach, „wobei darauf zu achten ist, dass die gesamte Hautoberfläche des Kindes sanft berührt wird.” Diese Streicheleinheit, bei der die Sinnlichkeit des Kindes geschult wird, wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden des Säuglings aus.

„Die Massage kann munter machen, aber auch entspannen und zum Einschlafen beitragen”, sagt die Expertin. Fühlt sich das Baby während der Massage wohl, kann nach Belieben oft massiert werden. „Gerade in anderen Kulturen wird häufiger am Tag massiert. Oft massieren Mütter morgens, um den Tag zu beginnen, und abends, um ihn ruhig ausklingen zu lassen”, sagt Fehrenbach.

Möchte man sein Baby massieren, ist es wichtig, dass das Kind gesund ist. „Bei Fieber und anderen Erkrankungen sollte nicht massiert werden, da Krankheiten verschlimmert werden können und Kinder sich oft unwohl fühlen”, sagt die Hebamme. Spezielle Handgriffe können Mutter und Kind in einem Babymassage-Kurs erlernen, der häufig in Hebammenpraxen oder Geburtshäusern angeboten wird. Viele Hebammen, die speziell für die Babymassage ausgebildet sind, geben Kurse für etwa fünf bis zehn Euro pro Stunde.
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