Unterricht an NRW-Schulen darf auch nach 8.30 Uhr beginnen

Von: ddp
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Dortmund/Düsseldorf. Schulen in Nordrhein-Westfalen dürfen ab sofort auch nach 8.30 Uhr mit dem Unterricht beginnen. Das sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Schulministeriums den in Dortmund erscheinenden „Ruhr Nachrichten”.

Jede Schule solle selbst entscheiden, ob sie ihren Unterrichtsbeginn verlegen will, fügte der Sprecher hinzu. Momentan muss in NRW die erste Stunde zwischen 7.30 und 8.30 Uhr anfangen.

Will eine Schule später starten, verlangt das Ministerium allerdings ein „überzeugendes Konzept”. Das heißt: Schüler, Lehrer und Eltern müssten dem Vorhaben zustimmen. Zudem sei ein Okay des Trägers - in der Regel Kirchen oder Kommunen - nötig. Der Träger habe zu gewährleisten, dass die Schüler bei späterem Unterrichtsbeginn „gut und pünktlich mit Bus und Bahn zur Schule kommen”, sagte der Ministeriumssprecher.

Sind diese Bedingungen gegeben, entscheide die Schulentwicklungskonferenz des Landes in letzter Instanz, ob die Unterrichtszeit verlegt werden darf oder nicht. Diese werde sich „sehr offen” für Veränderungen zeigen.

Das Ministerium räume den Schulen die neue Freiheit als Reaktion auf den Vorstoß eines Berliner Gymnasiums ein. Dort hatte es in dieser Woche Abstimmungen zu einem späteren Unterrichtsstart gegeben. Wiederholt hatten in den vergangenen Jahren Schlafexperten gefordert, den Unterrichtsbeginn nach hinten zu schieben, weil Jugendliche dann leistungsfähiger seien. Lehrerverbände äußerten sich auch kritisch zu dem Vorhaben.
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