Trauerarbeit verläuft bei jedem anders

Von: dpa
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Eine Engelsfigur auf einem Grabstein, aufgenommen auf dem Nordfriedhof in München: Wenn ein Kind stirbt, bricht für die Eltern buchstäblich eine Welt zusammen. Foto: ddp

Königswinter. Um den Tod eines Angehörigen zu verarbeiten, gibt es kein allgemeingültiges Rezept. Hinterbliebene sollten sich deshalb von gesellschaftlich verankerten Vorstellungen über Trauer nicht verunsichern lassen.

Einige der Konzepte basierten auf Stereotypen und vermittelten das Gefühl, der eigene Trauerprozess verlaufe nicht normal. Darauf weist die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas hin.

Zu den irrtümlichen Annahmen gehöre etwa, dass die Trauer nach einer bestimmten Zeit beendet sei und Hinterbliebene wieder so werden wie vor dem Verlust. Der Tod einer nahestehenden Person sei aber keine Krankheit, die überwunden werden könne. Es sei normal, dass sich der Verlust auch noch nach Jahren auswirken könne.

Weit verbreitet sei auch die Vorstellung, dass Menschen sich ihren schmerzhaften Gefühlen stellen und sie anderen gegenüber zeigen müssen. Untersuchungen konnten Aeternitas zufolge aber nicht bestätigen, dass Menschen, die sich in diesem Sinne verhielten, ihren Verlust besser verarbeiten konnten als solche, die unangenehme Erinnerungen und Gefühle vermieden.

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