Teenie-Schwärmereien: Suche nach Orientierung

Von: dapd
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Rendsburg. Wenn Jugendliche ihr Zimmer mit Postern von Popstars oder Fußballspielern tapezieren, dann ist im Elternhaus Toleranz gefragt.

„Auf keinen Fall sollten Vater oder Mutter über die Schwärmerei ihrer Heranwachsenden für bestimmte Idole lachen”, sagt Susanne Egert, Psychotherapeutin bei der Evangelischen Jugendhilfe Rendsburg: „Denn das ist kränkend.”

„Wer seinen eigenen Weg finden soll, muss auch Möglichkeiten haben, sich auszuprobieren”, betont die Psychotherapeutin. „Die angehimmelten Stars stehen für bestimmte Lebensweisen, denen die Heranwachsenden nacheifern.

Oft verkörpern sie auch die Sehnsucht nach Lebensstilen, die für einen selbst unerreichbar erscheinen”, sagt sie. Für Teenager seien solche Schwärmereien „Etappen auf der Suche nach Orientierung”.

Die Psychotherapeutin rät Eltern daher, sich für die Vorlieben und Schwärmereien ihrer Heranwachsenden zu interessieren und Anteil daran zu nehmen. „Ich finde es immer schön, wenn Erwachsene eher das Verbindende als das Trennende zwischen sich und ihren Kindern sehen können”, sagt Egert.

Denn nur wenn sie mit ihren Kindern im Gespräch blieben, könnten Eltern einen Einblick gewinnen, was ihre Sprösslinge wirklich bewege. Es spreche auch nichts dagegen, dem oder der Heranwachsenden „einfach mal so” eine Konzertkarte oder ein Ticket für ein Fußballspiel zu sponsern, sagt die Psychotherapeutin.

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