Suizid in der Familie: Mit Kindern ehrlich sprechen

Von: dpa
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Bayreuth. Eltern sollten bei einem Suizidfall in der Familie vor allem ehrlich bleiben.

Fällt es ihnen zu schwer, ihren Kindern den Selbstmord zu erklären, empfiehlt es sich, das zuzugeben. „Es reicht ein Ich weiß es nicht oder ein Da kann ich jetzt nicht drüber reden”, sagt Elisabeth Brockmann von der Organisation „Angehörige um Suizid” (AGUS) in Bayreuth. Wichtig sei, dass Eltern signalisierten: „Du kannst mich immer ansprechen und mir deine Fragen mitteilen. Auch wenn ich darauf keine Antwort geben kann.”

Einen richtigen oder falschen Zeitpunkt, um mit Kindern den Suizid eines Angehörigen zu besprechen, gebe es nicht. Stattdessen könnten sich Erwachsene am Tempo und der Neugierde der Kinder orientieren: „Sie holen sich die Informationen, die sie brauchen”, so Brockmann anlässlich des Welt-Suizid-Präventionstags am 10. September. Etwa im Alter von 12 oder 13 Jahren hätten Kinder verstanden, dass der Tod unumkehrbar ist. Dass mit dem Todesfall aber etwas nicht stimmt und sich die Erwachsenen komisch verhalten, merkten aber schon Jüngere.

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