Studie: Jungen sind Verlierer des Bildungssystems

Von: ddp
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München. Jungen sind einer aktuellen Studie des Aktionsrates Bildung zufolge die großen Verlierer des deutschen Bildungssystems.

Der Aktionsratsvorsitzende Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin, sagte am Donnerstag in München: „Die teilweise eklatanten Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen in der Bildungsbeteiligung und in den Leistungen sind keineswegs angeboren. Vielmehr entwickeln sie sich im Laufe der Kindheit durch soziale Prägungen und werden vom Bildungssystem zulasten der Jungen verstärkt.”

„Von allen Schulabgängern ohne Abschluss sind 62 Prozent Jungen”, beklagte Lenzen. Der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), Randolf Rodenstock, warnte: „Wir können es uns nicht leisten, jährlich rund 44 000 junge Männer auf dem Bildungsweg zu verlieren.” Langfristig steuere Deutschland auf einen Arbeitskräftemangel zu, der durch die aktuelle wirtschaftliche Lage nur verzögert werde.

Der von der vbw initiierte Aktionsrat Bildung fordert daher, dass das pädagogische Personal in seiner geschlechterspezifischen Kompetenz geschult wird. Zudem müsse das frühpädagogische Personal besser entlohnt werden. Der Unterricht sollte geschlechtsspezifische Interessen berücksichtigen und Stereotypenbildung entgegenwirken.
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