Studie: Jedes achte Kind hat auffällige Minderung der Hörfähigkeit

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Dessau. Jedes achte Kind hat einer Studie des Umweltbundesamtes zufolge eine auffällige Minderung der Hörfähigkeit.

So wiesen 12,8 Prozent der 8- bis 14-Jährigen bei hohen und mittleren Tönen im Frequenzbereich von einem bis sechs Kilohertz (kHz) eine auffällige Hörminderung von mehr als 20 Dezibel auf mindestens einem Ohr auf, teilt das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau mit. Im Frequenzbereich vier bis sechs kHz, in dem sich lärmbedingte Hörverluste vor allem zeigten, seien es 10,6 Prozent. 11,4 Prozent der Kinder hätten über vorübergehende Ohrgeräusche nach dem Hören lauter Musik berichtet.

Jedes sechste der 11- bis 14-jährigen Kinder fühlt sich laut UBA tagsüber durch Straßenverkehrslärm belästigt, jedes zwölfte nachts. 16,5 Prozent der Kinder wohnten an stark befahrenen Haupt- oder Durchgangsstraßen, bei 47,7 Prozent sei das Kinderzimmer zur Straße hin ausgerichtet.

Allerdings setzen sich die Kinder auch selbst Lärm aus. So gaben 44,6 Prozent der 8- bis 10-Jährigen und 70,3 Prozent der 11- bis 14-Jährigen an, Musik über Kopfhörern zu hören, etwa über MP3-Player. Bei den älteren betrage die durchschnittliche Hördauer eine halbe Stunde pro Tag, fünf Prozent hörten täglich mindestens zwei Stunden Musik. 23,5 Prozent der Gerätebenutzer gaben an, die Musik laut zu hören, so das UBA.

Für die Studie wurden 1084 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren befragt. Außerdem wurden ein Screening-Hörtest bei den Kindern vorgenommen und der Blutdruck gemessen. Über eine Schallpegelmessung bestimmte das UBA die Belastung der Wohnung durch Verkehrslärm.
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