Ständige Kritik belastet die Partnerschaft

Von: dapd
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Pauschale Vorwürfe à la „Nie machst Du dies”, „Immer machst Du das” oder „Ich hab Dir schon hundert Mal gesagt...” sind schnell ausgesprochen. Foto: dpa

Freiburg. Pauschale Vorwürfe à la „Nie machst Du dies”, „Immer machst Du das” oder „Ich hab Dir schon hundert Mal gesagt...” sind schnell ausgesprochen. Der Partner reagiert darauf entweder gar nicht oder genauso pampig.

Und das Ergebnis ist dann oft ein handfester Streit statt einer konstruktiven Diskussion. Der Weg dahin aber ist gar nicht so leicht. „Das Wichtigste ist erst einmal, Zeit zu gewinnen”, bis die Situation etwas abgekühlt sei, rät Verhaltenstherapeut Volkmar Huppertz. Es hält es aber für wichtig, über das Konfliktthema zu sprechen - nicht unbedingt sofort, aber spätestens am nächsten Tag.

„Es geht darum, möglichst ruhig in der Sprache deutlich zu machen, was einen am anderen stört, warum bestimmte Verhaltensweisen als verletzend empfunden werden.” Während der eine ständig am Verhalten des Partners nörgelt, fühlt sich der andere permanent zu Unrecht angegriffen - das kann die Partnerschaft belasten. „In einer Beziehung sollten sich beide die Freiheit geben, sich zu ändern, ohne dabei zu starken Druck auszuüben und dem anderen das Gefühl zu geben, er muss sich ändern”, betont der Verhaltenstherapeut. Schließlich habe selbst ein Dauernörgler auch seine guten Seiten, betont Huppertz, „ansonsten wären die beiden sicher nicht zusammen”. Auch das solle man sich immer bewusst machen.

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