Berlin - Spinnweben und Skelette: Tipps für eine schauerliche Zimmerdeko

Spinnweben und Skelette: Tipps für eine schauerliche Zimmerdeko

Von: Nina C. Zimmermann, dpa
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Unheimliche Handarbeit: Gruselige Ausstattungsklassiker dürfen bei der Halloween-Party nicht fehlen. Foto: Mascha Brichta/dpa/tmn

Berlin. Dass sich die Gäste unwohl fühlen, wollen Gastgeber normalerweise verhindern. Doch für eine gelungene Halloween-Party gelten andere Regeln: Die Zimmerdekoration sollte den Besuchern zumindest einen kleinen Schauer über den Rücken jagen.

„Im Film wird Grusel in erster Linie durch drei Komponenten erzeugt: Ausstattung, Licht und Musik”, erklärte Olaf Kronenthal im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Davon können sich Gastgeber einiges abschauen, ist das Vorstandsmitglied im Verband der Requisiteure und Set Decorator in Berlin überzeugt.

Gruselige Ausstattungsklassiker sind düstere Farben, Staub und Spinnweben. „Die Wände sollten einen abgeranzten Look haben wie in einem Haus kurz vor dem Abriss”, rät Kronenthal. Dafür eignen sich großformatige Styroportafeln aus dem Baumarkt, die später vor die Wände gestellt werden.

Die Tafeln werden aneinander geklebt, eventuell tapeziert und in Grau, dunklem Taubenblau und Grün patiniert. Ziel ist ein Effekt abblätternder Farbe und durch Feuchtigkeit herunter gelöster Tapetenstreifen.

Helligkeit und Transparenz sind während der Party in der Wohnung tabu. „Es sollte kaum glänzende Oberflächen geben”, sagt der Requisiteur und rät zu gedämpfter Atmosphäre: Theaterstaub ist hierfür sein Mittel der Wahl. „Für den Hausgebrauch empfehle ich Heilerde oder Zement.” Diese werden dick auf Fensterbrettern und Bücherregalen verteilt, sind allerdings nach der Party eher mühsam zu beseitigen.

Um Gegenstände farblich alt aussehen zu lassen und übermäßigen Glanz zu verhindern, setzt der Profi außerdem sogenanntes Dirty-Down-Spray ein. Für Laien eher geeignet und ohnehin ein Spuk-Klassiker sind Spinnweben aus der Sprühdose.

Diese gibt es in gut sortierten Deko-Fachgeschäften und in Läden für Theater- und Filmbedarf. Kronenthal empfiehlt, Spinnweben vor allem an Fenstern, Türen und in Ecken zu sprühen. Auch alte Kerzenleuchter bekommen damit einen spukigen Touch. Rostig wirken Gegenstände, wenn sie mit Sprühkleber und Kaffeepulver „verziert” werden.

Wer will, kann zu weiteren Requisiten wie künstlichen Skelett-Teilen greifen. „Die muss man aber noch bearbeiten, damit sie überzeugend aussehen”, sagt der Fachmann. Er empfiehlt, einem Kunststoff-Gerippe mit einem Spezialspray einen Sandsteineffekt zu verleihen. Angeklebte, herabhängende Stofffetzen lassen es wie einen „abgenagten Knochen” wirken. Profis greifen darüber hinaus zu Filmblut: „Damit kann man das Skelett so bearbeiten, dass es frischer aussieht.”

Wichtig ist schließlich auch die Beleuchtung - aber nicht irgendeine: „Farbige Birnen sehen immer so kitschig aus”, urteilt Kronenthal. Wenn es schon buntes Licht sein soll, dann am ehesten ein kalter blauer Farbton, rät er.

Besser noch seien viele Kerzen und alte Lampen, die mit Organza-Stoffen in kalten Farben abgedeckt werden. Indirektes Licht oder Beleuchtung von unten hilft, schauerliche Schatten zu erzeugen. Insgesamt hat eine gelunge Halloween-Deko allerdings ihren Preis: „Ein bisschen Geld muss man für eine ordentliche Dekoration schon in die Hand nehmen”, sagt Kronenthal.
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