Hamburg/Düsseldorf - Spiegel: NRW will Zwangsheirats-Tourismus bekämpfen

Spiegel: NRW will Zwangsheirats-Tourismus bekämpfen

Von: epd
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Hamburg/Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen will nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel” den in den Sommerferien aufblühenden Zwangsheirats-Tourismus mit einer länderübergreifenden Initiative bekämpfen.

In Deutschland aufgewachsene Mädchen, die in den Herkunftsländern ihrer Familien gegen ihren Willen verheiratet werden, soll die Rückkehr nach Deutschland erleichtert werden, berichtet das Hamburger Magazin in seiner aktuellen Ausgabe. Das fordere NRW in einem Beschlussvorschlag, über den die Frauenminister der Länder auf ihrer am Donnerstag beginnenden Sitzung abstimmen wollen.

In dem Antrag werde die Bundesregierung gebeten, im Aufenthaltsgesetz „klarzustellen , dass Opfer von Zwangsheirat ”in Abweichung von den gesetzlich geregelten Fristen und aus dringenden humanitären Gründen„ auch mehr als sechs Monate nach der Ausreise wieder Zuflucht in Deutschland finden können.

Dies sei nötig, weil es den Frauen oft erst nach einer längeren Zeit gelinge, sich aus der ungewollten Ehe zu befreien. Oftmals sei ihr Aufenthaltstitel dann bereits erloschen. Bei einer Vorkonferenz stimmten laut Spiegel 13 Länder für den Antrag. Bayern, Hamburg und Niedersachsen enthielten sich.

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