Düsseldorf - Schulministerin: Unterricht muss besser werden

Schulministerin: Unterricht muss besser werden

Von: dpa
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Ein Schüler schreibt den Satz des Pythagoras auf eine Glasscheibe. Fast eine halbe Millionen 15-Jähriger machte bei der aktuellen Pisa-Studie mit, die heute vorgestellt wird. Foto: dpa

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hat weitere Anstrengungen zur Verbesserung des Schulunterrichts gefordert. Im Radioprogramm des Westdeutschen Rundfunks appellierte sie am Dienstag an alle Beteiligten, sich darüber zu klar zu sein, dass nicht Fächer, sondern Kinder unterrichtet werden.

Mit Blick auf die neue Pisa-Studie, die am Dienstag in Berlin veröffentlicht werden sollte, sprach Löhrmann von zwei zentralen Herausforderungen: Deutschland müsse bei der Bildung sowohl in der Breite als auch in der Spitze besser werden. Die soziale Herkunft dürfe nicht länger ausschlaggebend sein.

Die vermutlich nur leichten Fortschritte der deutschen Schüler in der Studie führte Löhrmann darauf zurück, dass Schulentwicklungsprozesse ihre Zeit brauchen. So könne sich die kürzlich eingeführte Sprachförderung im Kindergarten noch gar nicht beim Pisa-Test mit 15-jährigen Schülern auswirken, sagte Löhrmann.

An dem Schulleistungsvergleich haben diesmal 65 Staaten teilgenommen. Getestet wurden fast eine halbe Million 15-jährige Schüler. Schwerpunkt der Untersuchung waren diesmal Lesen und Textverständnis. Aber auch die Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaften wurden miterfasst.

Gegenüber dem ersten Test vor zehn Jahren haben sich Deutschlands Schüler nach Vorab-Berichten leicht verbessert. Allerdings sind ihnen die 15-Jährigen in Finnland oder den asiatischen Pisa-Spitzenländern mit ihrem Wissen und Können immer noch um ein bis zwei Schuljahre voraus.

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