Rollator bei Schnee und Eis stehen lassen

Von: dpa
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Essen. Rollatoren sind nicht für Schnee und Eis ausgelegt. Aufgrund der relativ kleinen, harten Reifen und des geringen Gewichts neigten sie dazu, sich im Schnee festzufahren, sagte Ingo Doneth vom Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen in Essen in einem Gespräch mit dem dpa- Themendienst.

Außerdem sei die Gefahr groß, dass sie auf dem Eis wegrutschen und so eher weniger als mehr Sicherheit bieten. Steckt der Rollator tatsächlich in einem Schneehaufen fest und ist keine Hilfe in der Nähe, helfe nur eines: „Handy raus und Taxi rufen, bevor etwas passiert.”

Bei der derzeitigen Witterung seien Gehstöcke besser geeignet als Rollatoren. Insbesondere Stöcke mit Unterarmstützen bieten laut Doneth ähnlich große Sicherheit wie ein Rollator auf trockenen Wegen. „Allerdings kann man mit ihnen nur schlecht einkaufen”, sagte der Experte für Hilfsmittel.

Wer mit Gehstöcken unterwegs ist, müsse unbedingt darauf achten, dass sie winterfest sind. Gummikappen mit tiefem Profil, Dornen oder Spikes bieten Sicherheit. „Es gibt auch Schneepickel zum Runterklappen, die den Gummipuffer verdecken. In Räumen können sie hochgeklappt werden.” Solche Kombi-Gehstöcke setzten aber voraus, dass Senioren sie eigenhändig umklappen können.

Ist es draußen rutschig und glatt, sollten sich gehbehinderte Menschen gut überlegen, ob sie tatsächlich selbst einkaufen gehen müssen, riet Doneth. Sicherer sei es, Verwandte oder Bekannte anzurufen und sie um Hilfe zu bitten.

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