Roboter sollen alten und behinderten Menschen das Leben erleichtern

Von: dpa
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Assistenzroboter sollen in Zukunft den Alltag von alten, dementen und behinderten Menschen erleichtern. Foto: dpa

Düsseldorf. Assistenzroboter sollen in Zukunft den Alltag von alten, dementen und behinderten Menschen erleichtern. „Das ist ein neuer Markt der Versorgung von Älteren”, sagte der Roboterexperte Christoph Schaeffer vom Fraunhofer IPA Institut (Stuttgart) am Mittwoch in Düsseldorf bei der Pflegefachmesse Rehacare.

Das Institut präsentiert Prototypen der Maschinen-Assistenten, die beim Essen, Greifen oder Telefonieren helfen, Notrufe absetzen und sogar bei der Rückkehr in den Beruf unterstützen.

Assistenzroboter spielen in der Pflege und Rehabilitation derzeit noch eine untergeordnete Rolle. Angesichts der Alterung der Gesellschaft sehen Medizintechniker aber große Chancen für den Einsatz von Robotern. „Wir werden alle älter und wollen eigenständig im hohen Alter wohnen können”, sagte Schaeffer.

Der Markt für Assistenzroboter kommt nach Angaben der Messe langsam in Schwung. So wurden vergangenes Jahr 156 Roboter im Pflegebereich verkauft, vor allem automatisierte Rollstühle, Trainings-Assistenten und intelligente Prothesen. 2010 waren es nur 46 Stück.

Noch liegen die Kosten zwischen 30 000 und 250 000 Euro für die künstlichen Dienstboten sehr hoch. In vereinfachten Versionen könnten die Preise für die Roboter nach Schätzung von Experten aber bald unter 10 000 Euro fallen.

Bis Samstag zeigen rund 850 Aussteller aus über 30 Ländern auf der Rehacare Neuheiten und Trends bei Alltagshilfsmitteln für Senioren, behinderte Erwachsene und Kinder sowie pflegebedürftige Menschen.

Das Angebot reicht vom Rollator und Rollstuhl bis zum behindertengerechten Reisemobil. In Deutschland leben rund 7,3 Millionen schwerbehinderte Menschen. Fast 2,4 Millionen Menschen sind pflegebedürftig.

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