Plötzlich zu Dritt: Neuer Partner verändert Freundschaft unter Singles

Von: dapd
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Hamburg. Jahrelang gehen sie als Singles zusammen durch dick und dünn, dann findet einer der beiden einen Partner. Die Freundschaft wird auf die Probe gestellt.

„Es ist ganz normal, dass sich in der neuen Lebenssituation Zeiteinteilung und Prioritäten ändern”, sagt Friedhelm Schwiderski, Vorsitzender des Arbeitskreises Paar- und Psychotherapie und Therapeut in Hamburg. In der Phase des Verliebtseins, aber auch später, steht für den nun Liierten der Partner an erster Stelle. Der beste Kumpel oder die Busenfreundin wird nun zur Nummer zwei.

„Meist kommen zuerst dem Alleinstehenden Zweifel an der Basis und Stabilität der Freundschaft”, berichtet Schwiderski. Er sollte mit seinen Gefühlen offen umgehen und den Freund fragen, wie sie mit der neuen Situation umgehen wollen. Viele Singles wollten der neuen Beziehung nicht im Wege stehen, fühlten sich aber vernachlässigt.

Angelehnt daran, wie man bisher seine Freundschaft gepflegt hat, kann man dann vielleicht eine neue Regelung finden. Wer sich zum Beispiel bislang zweimal die Woche getroffen hat, verabredet ein festes Treffen pro Woche. „Verlässliche Absprachen sind vor allem für den Single wichtig, denn der ist stärker verunsichert als der Freund mit Partner”, sagt der Therapeut.

Der neue Partner und alte Freunde sollten sich auf jeden Fall kennenlernen. Gegenseitige Sympathie und ein entspannter Umgang miteinander sei natürlich wünschenswert. „Es ist aber gut möglich, dass es Spannungen gibt oder einer eifersüchtig auf den anderen ist”, sagt Schwiderski.

Wenn sich das Zusammensein zu dritt schwierig gestalte, könne man sich möglicherweise in einem größeren Kreis begegnen. In der Gruppe fiele den Betroffenen ein Treffen meist deutlich leichter.

Die Beziehung zwischen neuem Partner und bestem Freund müsse nicht unbedingt besonders eng werden. Es reiche durchaus, wenn man sich bei einem Zusammentreffen erkundigt, wie es dem anderen geht und ein bisschen miteinander redet. „Hierbei muss jeder sein eigenes Maß an Nähe finden”, sagt der Psychologe.

Probleme miteinander sollte man offen aussprechen. Während der eine zum Beispiel findet, nicht richtig geachtet zu werden, fühlt sich ein anderer unter Umständen zu stark vereinnahmt.
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