Nicht aufgepasst: Eltern haften für Unfall des Kindes im Kaufhaus

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München. Eltern müssen auch im Kaufhaus ständig auf ihre Kinder aufpassen. Tun sie das nicht und das Kind hat einen Unfall, sind sie dafür voll selbst verantwortlich.

Dieses Urteil veröffentlichte das Amtsgericht München am Montag. Das Kaufhaus müsse nur die Vorkehrungen der normalen Verkehrssicherungspflicht einhalten (Az: 233 C 11364/08).

Im konkreten Fall forderten die Eltern einer Zweijährigen von einem Münchner Einkaufszentrum rund 2000 Euro Schmerzensgeld und die Übernahme der Arztkosten.

Das Mädchen hatte mit seinen Eltern an einer Bastelstube gestanden. Um das Häuschen waren Metallpfosten aufgestellt, die mit einem Seil verbunden waren. Das Mädchen spielte mit dem Seil. Dabei fiel einer der Pfosten um und verletzte das Mädchen am kleinen Finger. Die Eltern argumentierten, das Kaufhaus habe seine Verkehrssicherungspflicht verletzt.

Das Amtsgericht entschied jedoch zugunsten des Kaufhauses. Die Pfosten seien mit einem breiten Metallfuß gesichert gewesen, der in der Regel ein Umfallen verhindere. Außerdem hätte sich das Kaufhaus darauf verlassen können, dass die Eltern auf ihr Kind achten. Da sie die Tochter nicht vom Spielen am Seil abgehalten hatten, obwohl sie direkt daneben standen, seien sie für den Unfall verantwortlich.
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