Neuer Job, neue Kollegen: Zwischen Nähe und Distanz

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Frankfurt/Main. Wer eine neue Stelle antritt, muss sich nicht nur in einen neuen Aufgabenbereich einarbeiten. Es gilt auch, die neuen Kollegen kennenzulernen, die ungeschriebenen Büro-Gesetze im Umgang miteinander und mit den Vorgesetzten, sowie Vorlieben und Abneigungen Einzelner zu erkennen.

Helga Krausser-Raether, Karriereberaterin in Frankfurt am Main, empfiehlt, in den ersten Tagen am neuen Arbeitsplatz zunächst einmal „auf Beobachterposten zu gehen” und zu gucken, wer mit wem gut kann, was es für Gepflogenheiten gibt bezüglich Pausenzeiten, Überstunden und Geburtstagen.

„Gerade beim Mittagessen, bekommen neue Kollegen oft einen ganzen Haufen informeller Informationen über das neue Arbeitsumfeld”, sagt Krausser-Raether. Dies sollte man jedoch nicht eins zu eins übernehmen, sondern sich lieber selber ein Bild machen.

Die Karriereberaterin empfiehlt, nicht alles persönlich zu nehmen, was in den ersten Wochen vielleicht nicht optimal läuft. Wenn Kollegen in großer Runde zu Tisch gehen, ohne die Neuen im Team dazuzubitten, muss keine Ablehnung dahinter stecken. „Oft sind solche Rituale über lange Zeit hinweg gewachsen - und es ist keine böse Absicht, sondern einfach fehlende Aufmerksamkeit, die den oder die Neue ausschließt”, sagt Krausser-Raether. Ihr Tipp lautet: Selber hingehen und fragen: „Kann ich mich anschließen?”

Auch beim Thema „Duzen und Siezen” empfiehlt sie eine entspannte Haltung. „Das ist letztlich gar nicht so wichtig. Und wenn die neuen Kollegen zunächst beim Sie bleiben, gilt es, dies zu akzeptieren.” Schließlich entstehe so auch keine vorschnelle Vertraulichkeit, die im Laufe des Arbeitsverhältnisses vielleicht gar nicht von Vorteil sei.

Denn gerade, wenn Kollegen zu schnell zu persönlich werden, sei es unheimlich schwer, sich nicht darauf einzulassen, ohne unhöflich zu werden. „Am besten ist es in solchen Fällen, um Verständnis zu bitten, persönliche Themen lieber nicht am Arbeitsplatz zu besprechen”, sagt Krausser-Raether.
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