Nachhilfeunterricht sollte keine Dauereinrichtung werden: Auch Schulen bieten Förderkurse an

Von: dapd
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Düsseldorf. Bei Notenstress ist für viele Schüler Nachhilfeunterricht der letzte Ausweg vor der Ehrenrunde. Doch die Wahl des passenden Anbieters fällt Eltern oft schwer.

„Egal, ob man einen Privaltehrer engagiert oder sich an ein Nachhilfeinstitut wendet: Ein ganz entscheidendes Kriterium sollte sein, ob die Chemie zwischen Schüler und Lehrer stimmt”, sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Deshalb sei es sinnvoll, dass Eltern und ihre Kinder sich erst einmal im Rahmen einer Probestunde einen persönlichen Eindruck von dem Lehrer verschaffen.

Wichtig sei außerdem, dass vor Beginn der Förderung ein Einstufungstest gemacht wird. „Ideal wäre es, wenn der Nachhilfelehrer außerdem Kontakt zum Lehrer des Kindes aufnimmt und mit ihm zusammenarbeitet”, sagt Tryba. Daher sei es auch empfehlenswert, sich erst einmal zu erkundigen, welche Fördermöglichkeiten die Schule selbst anbietet. „An vielen Schulen gibt es nämlich beispielsweise Lerngruppen, in denen Schüler die Möglichkeit bekommen, ihre Wissenslücken gezielt aufzufüllen”, berichtet Tryba. Meist sei diese Art der Nachhilfe kostenlos.

Entscheide man sich für eine privates Nachhilfeinstitut, sollte man sich genau mit dessen Vertragsbedingungen befassen. „Man sollte darauf achten, dass man innerhalb von zwei Monaten aussteigen kann”, rät Tryba. Zudem sei es wichtig, darauf zu achten, wie die Stunden abgerechnet werden - manchmal müsse man beispielsweise auch dann weiter bezahlen, wenn die Nachhilfeschule Ferien macht. „Manche Nachhilfeinstitute bieten auch eine Erfolgsgarantie an”, sagt Tryba. Werde das Kind also beispielsweise trotz Nachhilfe nicht versetzt, bekämen Eltern immerhin das Geld zurück - eine Möglichkeit, die man zumindest in Betracht ziehen sollte.

„Nachhilfeunterricht sollte allerdings nicht zur Dauereinrichtung werden”, betont Georg Tryba. So eine Förderung sei dazu da, kurzfristige Leistungsprobleme zu überbrücken, die etwa durch eine längere Krankheit entstanden sind. Auf lange Sicht würden die Zusatz-Stunden Schüler zu stark belasten, die ohnehin bereits häufig ein immenses Pensum an Wochenstunden zu bewältigen hätten. „Wer sein Kind mit Nachhilfe vom guten Schnitt zum Traum-Abi befördern möchte, sollte sehr genau darauf achten, dass er das Rad nicht zu weit dreht”, betont Tryba.
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