Modellprojekte sollen Frauen Wiedereinstieg in Beruf erleichtern

Letzte Aktualisierung:

Berlin. Nach einer familienbedingten Auszeit sollen Frauen künftig besser beim Wiedereinstieg in den Beruf unterstützt werden. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit hat das Bundesfamilienministerium am Mittwoch 17 Modellprojekte gestartet, die im Rahmen des Aktionsprogramms „Perspektive Wiedereinstieg” Frauen die Rückkehr in den Job erleichtern sollen.

„Mehr als die Hälfte der nicht berufstätigen Mütter würde gerne wieder arbeiten”, erklärte Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Die meisten Wiedereinsteigerinnen hätten „qualifizierte Abschlüsse und bringen neben hoher Einsatzbereitschaft soziale Kompetenzen mit, die gerade in schwierigen Unternehmensphasen Gold wert sind”.

Auch in der Wirtschaftskrise suchten Unternehmen hoch motivierte Fachkräfte. Dennoch sei es für Frauen oft nicht einfach, den Wiedereinstieg zu schaffen. Bei den Arbeitgebern müsse man daher deutlich machen, welche Vorteile Teilzeitbeschäftigung haben könne, sagte von der Leyen.

Die 17 Modellprojekte aus fast allen Bundesländern werden drei Jahre lang mit insgesamt 30 Millionen Euro gefördert. Sie sollten „eine Brücke schlagen zwischen Frauen und Unternehmen”, erklärte von der Leyen. Neben individueller Betreuung zeichneten sich die Projekte besonders dadurch aus, dass sie mögliche Probleme in den Familien auffingen. „Denn auch im Alltag der Familie ändert sich einiges, wenn die Mutter wieder arbeitet.”

Frauen, die nicht im unmittelbaren Einzugsbereich der Modellprojekte leben, können sich auf einem am Mittwoch gestarteten Internetportal informieren und Beratungsstellen in ihrer Nähe finden. „Es ist wichtig, Frauen unbürokratisch zu unterstützen”, betonte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. Die 17 Modellprojekte seien „Beispiele, an denen wir lernen können”. 2012 sollen erfolgreiche Initiativen in die Regelversorgung übertragen werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert