Hamburg - Mit Kindern in die Sommerferien

Mit Kindern in die Sommerferien

Von: Elke Gersmann, ddp
Letzte Aktualisierung:
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Ob im Urlaub oder zu Hause: Im Sommer findet das Leben bei schönem Wetter draussen statt. Kinder spielen und toben in der Sonne, ein Vergnügen, dem sie nicht ungeschützt nachgehen sollten.

Hamburg. Ob im Urlaub oder zu Hause - im Sommer findet das Leben bei schönem Wetter draußen statt. Kinder spielen und toben in der Sonne, ein Vergnügen, dem sie nicht ungeschützt nachgehen sollten. Denn intensive Sonneneinstrahlung kann langfristig gesundheitliche Schäden verursachen.

Kinderhaut ist dünn und hat nur wenig Pigmente. „Babys bis etwa zum ersten Lebensjahr sollten überhaupt nicht der Sonne ausgesetzt werden”, sagt Annette Lingenauber vom Berufsverband der Kinder und Jugendärzte. Ihre Haut verfüge über keine ausreichende Schutzfunktion.

Auch Kleinkinder sollten sich überwiegend im Schatten aufhalten, besonders zur Mittagszeit. „Auf einen ausreichenden Sonnenschutz darf aber auch dann nicht verzichtet werden”, betont Lingenauber. Denn selbst im Schatten oder bei einer dünnen Wolkendecke gibt es die UV-Strahlung, die einen Sonnenbrand hervorrufen kann. Und der ist nicht nur schmerzhaft, sondern erhöht in späteren Jahren das Hautkrebsrisiko.

Vor einem Sonnenbrand schützen Sonnencremes. Diese sollten auf die Kinderhaut abgestimmt sein, es lohnt sich also, spezielle Produkte für Kinder zu kaufen. „Der Lichtschutzfaktor sollte höher als 20 sein, bei starker Sonneneinstrahlung und am Meer empfehlen sich Sunblocker”, sagt die Kinderärztin. Sie empfiehlt, Sonnencremes mit mechanischem Filter zu nutzen, da diese sofortigen Schutz bieten. Der Sonnenschutz sollte alle zwei Stunden und nach dem Baden erneuert werden. Auch dann, wenn die Creme wasserfest ist.

Man sollte Kinder nicht unbekleidet in der Sonne spielen lassen. Zumindest ein T-Shirt ist angeraten, da die Schulterpartie der Sonne besonders stark ausgesetzt ist. Sonnenhut oder Schirmmütze schützen Gesicht und Augen, wenn eine Sonnenbrille nicht toleriert wird. Denn Kinderaugen reagieren nach Worten der Expertin empfindlich auf ultraviolette Strahlen, der natürliche Lichtschutz ist noch nicht ausgereift.

Deshalb sollten auch kleinere Kinder schon eine Sonnenbrille tragen, sofern man sie davon überzeugen kann. „Ein Schutz der Augen ist notwendig um Linsentrübungen und Netzhautdefekte in späteren Jahren zu verhindern”, sagt Lingenauber. Am Meer oder an einem See sei die Lichteinstrahlung durch die reflektierende Wasserfläche besonders hoch. Geeignet seien Sonnenbrillen ab einem UV-Schutz von 70 Prozent. Manche Brillen haben nur getönte Gläser und keinen ausreichenden UV-Schutz. Das sei besonders gefährlich, weil die Pupillen aufgrund der dunklen Gläser geweitet sind und die Strahlung ungehindert eindringen kann.

Eine weitere Gefahr birgt die Sonne für den Organismus: „Bei langem Aufenthalt in praller Sonne können Kinder einen Hitzschlag erleiden, selbst wenn sie nicht körperlich aktiv sind”, warnt die Expertin. Das bedeute jedoch nicht, dass man Bewegung und Toben reglementieren sollte. Wichtig sei, darauf zu achten, dass die Kinder reichlich trinken und sich nicht die gesamte Zeit in der Sonne aufhalten.
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