Mit Hochzeitspanik gelassen umgehen: Weitverbreitetes Phänomen

Von: ddp
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So überzeugt das „Ja” am Traualtar klingen mag - in den Wochen vor der Hochzeit werden viele Menschen von Zweifeln überfallen. Foto: ddp

Aachen. So überzeugt das „Ja” am Traualtar klingen mag - in den Wochen vor der Hochzeit werden viele Menschen von Zweifeln überfallen. „Das ist ein häufiges Phänomen - und ganz normal”, beruhigt der Aachener Paartherapeut Volker van den Boom.

Schließlich dürfe man nicht vergessen, dass eine Heirat nach wie vor eines der einschneidensten Ereignisse im Leben eines Menschen sei - nicht nur eine Unterschrift und ein Versprechen.

Aufkommende Ängste und Zweifel solle man als Möglichkeit interpretieren, die Entscheidung für die Partnerschaft überprüfen zu können, rät van den Boom. Dabei könne man sich nochmals der Vorzüge des Partners und der Ehe vergewissern. Van den Boom rät außerdem, über etwaige Zweifel mit Freunden zu sprechen. Sie könnten helfen, Dramatisierungen zu vermeiden. „Nach dieser Phase fühlen sich die meisten Menschen in ihrem Ja zur Hochzeit bestärkt”, sagt der Paartherapeut.

Möglicherweise träten in der Phase der Zweifel aber tatsächlich einzelne störende Punkte auf. „Dann muss das offen mit dem Partner besprochen werden”, sagt van den Boom. Dabei gelte es, unmissverständlich deutlich zu machen, dass es um punktuelle Kritik gehe und dass weder die Liebe zum Partner noch die Entscheidung zur Hochzeit in Frage stünden. „Hier lassen sich noch Dinge klären, die sonst in der Ehe zum Problem werden können”, erläutert van den Boom.

Auslöser für die Torschlusspanik von Braut oder Bräutigam sei in vielen Fällen aber nicht der absehbare Bund fürs Leben. „Vielmehr ist es eine Fluchtreaktion auf den überbordenden Stress während der Hochzeitsvorbereitung”, sagt van den Boom. Hilfreich sei es, wenn die künftigen Schwiegereltern, Geschwister oder Hochzeitsplaner diese Arbeiten übernähmen, damit das Paar sich auf den schönsten Tag seines Lebens freuen könne.
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