Mehr Hilfe bei Jobsuche für Alleinerziehende

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Hannover. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will allein erziehenden Frauen die schwierige Suche nach einem Arbeitsplatz erleichtern. Dazu startete sie ein einjähriges Modellprojekt an zwölf Orten in Deutschland.

Alleinerziehende Mütter sollen dabei Hilfe etwa bei der Kinderbetreuung und dem beruflichen Wiedereinstieg aus einer Hand erhalten - ohne Behördenmarathon. „Wir wollen, dass Alleinerziehende nicht von Pontius zu Pilatus laufen müssen”, sagte die Ministerin am Freitag in Hannover bei der Vorstellung der Initiative.

In Deutschland gibt es laut Ministerium rund 1,6 Millionen Alleinerziehende mit etwa 2,2 Millionen Kindern. Diese Familien sind besonders stark von Armut bedroht. Nach Ministeriumsangaben erhalten 41 Prozent der Alleinerziehenden Hartz IV.

Von der Leyen will das aus ihrer Sicht noch bestehende Vorurteil ausräumen, Alleinerziehende seien wenig leistungsbereit. Diese Frauen seien meist ebenso gut ausgebildet wie Mütter, die einen Partner haben. „Es ist eine motivierte und ganz leistungsbereite Gruppe.” Allerdings sei es oft schwieriger für sie, eine passende Arbeit zu finden, weil sie den Alltag mit Kindern allein meistern müssten, sagte die Ministerin.

In den zwölf Modellgebieten sollen dichte Netzwerke aus Arbeitsagenturen, Kommunen und lokalen Bündnissen für Familie sowie zentrale Anlaufstellen für die Frauen entstehen. So könnten berufstätige Mütter, deren Kind plötzlich krank werde, leichter Hilfe bei der Betreuung erhalten. Das Ministerium fördert die Projekte mit jeweils 40.000 Euro.
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