Männer geben bei Online-Partnersuche wenig über sich preis

Von: dpa
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Bamberg. Männer sind bei der Partnersuche im Internet weniger auskunftsfreudig als Frauen und gewähren seltener einen Einblick in ihr Seelenleben.

Zu diesem Ergebnis kommt der Soziologe Andreas Schmitz, Mitarbeiter beim Forschungsprojekt „Prozesse der Partnerwahl bei Online-Kontaktbörsen” der Universität Bamberg. Die Studie zeige aber, dass Männer ihre Chancen steigern könnten, wenn sie auch persönliche Dinge über sich erzählten. Auf Frauen treffe das hingegen nicht zu. „Wenn Frauen sehr viel von sich erzählen, sinkt im Durchschnitt die Wahrscheinlichkeit, kontaktiert zu werden”, sagt Schmitz. Dabei seien gerade die weiblichen Nutzer dazu bereit, viel Privates von sich im Internet auszubreiten.

Die Kontaktbörsen im Internet verleiteten auch dazu, falsche Angaben über das Äußere zu machen, sagt Schmitz der Zeitschrift „emotion” (Ausgabe 06/2010). Männer würden sich häufig größer, Frauen schlanker als in Wahrheit darstellen. Damit beschwindelten sie sich aber ebenso wie den potenziellen Partner. Ausschlaggebend für eine Kontaktaufnahme ist Schmitz zufolge für beide Geschlechter ein Bild des anderen. Damit werde die unüberschaubare Menge an Partnern gefiltert. Schwierigkeiten bei der Partnersuche haben laut der Studie vor allem hochgebildete Frauen. Sie suchten meist einen Mann mit ähnlichem Bildungsniveau. Ab 35 falle es allerdings schwer, einen entsprechenden Mann zu finden, der noch verfügbar ist.

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