Stuttgart - Knete zum Essen und Dosen-Autos: Ideen für kreative Kinder-Nachmittage

Knete zum Essen und Dosen-Autos: Ideen für kreative Kinder-Nachmittage

Von: Carina Frey, dpa
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Knete zum Essen und Dosen-Autos: Ideen für kreative Nachmittage
Kreatives Recycling: Diese Flitzer werden mit Hilfe gebrauchter Küchenmaterialien zusammengebaut. Foto: dpa

Stuttgart. Wie wird aus einem Joghurt-Becher ein Traktor? Mit buntem Papier, Kleber, viel Fantasie, etwas Anleitung und sechs Rädern, die per Klettverschluss angebaut werden. So einfach kann kreatives Gestalten sein.

Wer bei diesem Begriff eher an dröge Schulstunden mit Makramee und Salzteig denkt, der sollte mal wieder in ein Spiel- oder Bastelgeschäft gehen. Denn dort warten zig Bastelsets darauf, dass Kinder - oder ihre Eltern - kreativ werden.

Ein solches Set sind die „Coolen Flitzer” von Kosmos - jene Lastwagen, Traktoren und Müllautos aus gebrauchten Küchenmaterialien. Sieben Modelle stehen Kindern zur Wahl, die sie mit Hilfe von Eierkartons oder Dosen zusammenbasteln können. Aufkleber für Windschutzscheibe und Kühlergrill geben den bunten Spielzeugen den professionellen Look. Das Basteln soll den Kindern laut Kosmos nicht nur Spaß machen, sondern auch einen neuen Blick auf Abfälle eröffnen.

Auf die Kombination aus Anleitung und Kreativität setzt auch Edding. Erstmals bietet der Hersteller der dicken Permanentmarker Stifte für Kinder an. Die sind - im Gegensatz zu den bekannten Originalen - aber nicht wasserfest, sondern lassen sich auswaschen. Und mit dem Lebensmittelfarbstoff sei es auch nicht schlimm, wenn der Stift einmal falsch herum in den Mund genommen wird, sagt Produktmanagerin Christina Schäfer.

Die Reihe „Funtastics” umfasst verschiedene Sets: „Magnetic World” besteht aus einem Metallbord, das mit Papier beschichtet und mit Figuren bedruckt ist. Die kann das Kind ausmalen - oder sich auf den Freiflächen kreativ austoben. Zum Set gehören außerdem Bögen mit ausgestanzten Accessoires, etwa einem Sommerkleid. Das lässt sich ebenfalls ausmalen und dann auf die Wandfigur heften.

Ein Kind freihändig eine Porzellantasse bemalen zu lassen, ist in den meisten Fällen ein gewagtes Unterfangen. Krakelige Blümchen mögen zwar Omas entzücken. Wirklich schmuck sind solche Kunstwerke aber selten. C. Kreul hat dafür eine Lösung entwickelt: Hinter dem etwas pompösen Namen „Glas Design New Art” verbirgt sich eine Folie mit Motivvorlagen wie Blumen oder Tieren. Die malt das Kind aus, legt sie auf Glas oder Porzellan, lässt die Farbe trocknen und zieht sie ab. Nach dem Einbrennen im Backofen darf das Kunstwerk sogar in die Spülmaschine.

Für alle, die sich weniger für Teetassen und mehr für Plüschtiere interessieren, gibt es die „Printies” von Jumbo - Stofffiguren zum Selbstgestalten. Dafür ist allerdings weniger handwerkliches Geschick gefordert als Kenntnis im Umgang mit Mouse und Grafikoberflächen. Haben sie das entsprechende Set, suchen sich die Kinder im Internet ihre „Printies”-Figur aus und gestalten sie frei nach Laune.

Dafür gibt es Vorlagen wie Ohren und Augen, die beliebig angeordnet und in ihrer Größe variiert werden können. Die Kinder können aber auch selbst mit einem Malwerkzeug loslegen, Farben mixen, Schriftzüge einfügen oder Fotos hochladen. Das Motiv wird dann per Tintenstrahlfarbdrucker auf die Baumwollvorlage gedruckt. In die kommt ein herkömmliches Füllmaterial, die Öffnung verschließen Plastikfüße. Fertig ist das Stofftier.

Klassische Handarbeit ist dagegen bei „Bubber” von Wabafun aus Schweden gefordert. Hinter dem kryptischen Begriff versteckt sich ein extrem leichtes, keramisches Material, das sich ein bisschen wie Steckmasse für Trockenblumen anfühlt. Aber während diese einmal eingedrückt ihre Form behält, lässt sich „Bubber” zu immer neuen Figuren kneten: zu großen Elefanten oder kleinen Männchen, Kugeln oder Spielsteinen. Die Masse klebt und trocknet nicht und darf im Notfall auch einmal im Kindermund landen.

Die „Essknete” findet ihren Weg dahin wohl sicher. Zwei Mädchen fanden es doof, dass sie Knete nicht essen dürfen und beauftragten ihren Papa, daran etwas zu ändern. Heraus kam die knallbunte Knete, die maßgeblich aus Mehl, Zucker und Stärke besteht. Wie klassischer Salzteig oder Fimo, kann das geknetete Kunstwerk nach dem Modellieren gebacken und damit ausgehärtet werden. Ein unfertiges Werk einfach einzustampfen und später noch einmal mit dem Kneten zu beginnen, ist dagegen keine gute Idee: Schließlich handelt es sich bei der Masse um einen Teig - und der wird beim wiederholten Kneten einfach eklig.

Dass kreatives Gestalten längst kein Kinderkram ist, zeigt Schipper Arts & Crafts mit seiner neusten Malen-nach-Zahlen-Vorlage. 36 Farben sind dafür erforderlich und jede Menge Geschick. Denn der Hobby-Künstler wagt sich an nichts weniger als Leonardo da Vincis Meisterwerk: die „Mona Lisa”.
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