Kleine Forscher: Auf kaputtes Spielzeug gelassen reagieren

Von: ddp
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Ulm. Sohnemann wollte unbedingt das teure Action-Spielzeugauto haben und jetzt liegt es in Einzelteilen auf dem Kinderzimmerboden. Was nun: Schimpfen? Argumentieren, wie teuer das Auto war? Ein neues kaufen? Oder dem Kleinen beibringen, dass Kaputtes kaputt ist und bleibt?

Norman Kurock, Sozialpädagoge und Vorstandsmitglied beim Verbraucherberatungsverein spiel gut e.V., hält es für „wenig sinnvoll”, Kinder dazu zu erziehen, achtsamer mit ihren Spielsachen umzugehen. „Gerade Jungs wollen viel erkunden und nehmen Dinge auseinander, weil sie wissen wollen, wie sie von innen aussehen.”

Diesen Forschungsdrang sollte man weniger unterbinden als vielmehr fördern, indem man Spielsachen kauft, die man auseinandernehmen darf. „Kinder arbeiten mit ihren Spielzeugen”, sagt der Sozialpädagoge. „Das Spielen ist dazu da, dass das Kind etwas lernt.”

Die Spielsachen dienten dafür als Werkzeuge. „Dabei ist die Wahrnehmung, ob etwas kaputt und unbrauchbar ist, oft unterschiedlich.” Eltern können sich über das kaputte Auto aufregen, während der Sohn immer noch gerne damit spielt.

Wenn die Eltern Wert auf unversehrte Spielsachen legen, sollten sie ihren Kindern nicht zu viele davon kaufen: „Ein Kind, das wenig Spielzeug hat, erlebt es eher als Verlust, wenn eins kaputt geht.”

Die Aktion spiel gut empfehle Eltern, hochwertiges Spielzeug anzuschaffen. „Das ist zwar teurer”, räumt Kurock ein, „aber man kauft automatisch weniger - und es geht weniger schnell kaputt.”
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