Kinder täglich mit Sonnenschutz eincremen

Von: Stefanie Schnarr, dpa
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Berlin. Angesichts steigender Hautkrebszahlen sollten Eltern ihre Kinder routinemäßig mit Sonnenschutzmitteln eincremen.

„Vor allem bei hellhäutigen Kindern ist das sinnvoll”, sagte Prof. Eggert Stockfleth, Leiter der Europäischen Hautkrebsstiftung, am Donnerstag in Berlin. Bei hellhäutigen Menschen betrage die Eigenschutzfrist der Haut teils nur 10 Minuten.

Selbst wenn keine besonderen Aktivitäten im Freien geplant sind, sei diese Zeit schnell erreicht. „Schatten, Kleidung und Eincremen - in dieser Reihenfolge”, nannte der Hautarzt die wichtigsten Schutzmaßnahmen, die Eltern beherzigen sollten. Stockfleth ist an der Berliner Charité tätig.

Bei der Creme raten Experten durchaus zu Produkten mit sehr hohem Lichtschutzfaktor - am besten 50+. „Der Schutz vor schädigenden Photonen, die in die tieferen Hautschichten eindringen, ist tatsächlich nochmals doppelt so hoch wie bei Faktor 30”, erklärte Prof. Christian Surber von der Universität Basel.

Das sei besonders wichtig, weil viele Menschen nach wie vor dazu tendierten, bereits bei hohem Schutzfaktor von 25 bis 30 die Aufenthaltszeit in der Sonne immer weiter auszudehnen, weil sie sich sicher wähnten. „Aber gerade bei Menschen vom Hauttyp I oder II, mit sehr heller oder heller Haut, reicht 30 dann nicht aus”, warnte Surber.

Und auch bei der Menge der verteilten Creme müssen viele deutlich nachlegen: Eine Studie der Charité belegte jüngst, dass die meisten Anwender tatsächlich nur ein Viertel der benötigten Crememenge - zwei Milligramm pro Quadratzentimeter - auftragen, um sich gegen UVA- und UVB-Strahlen zu schützen. Hier sollen künftig neue Dosierspender-Systeme helfen, die richtige Menge pro Körperteil zu cremen.

„Und wo viel Creme ist, da wird auch besser verteilt”, ergänzte der Hautarzt Claas Ulrich von der Charité. Besonders nachlässig seien die meisten Sonnenbader an den Ohren und auf dem Fußrücken, ergab eine Untersuchung an Ostseestränden.
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