Kinder auf die Begegnung mit dem neuen Partner vorbereiten

Von: dapd
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Köln. Patchworkfamilien sind heutzutage keine Besonderheit mehr. Trotzdem ist es für Eltern oft ein Balanceakt, ihren Kindern den neuen Partner vorzustellen.

„Der richtige Zeitpunkt für dieses erste Kennenlernen ist sehr individuell”, sagt die Kölner Diplom-Psychologin Katharina Grünewald. Sie rät Eltern, auf ihr Herz zu hören: Halte ich es kaum noch aus, dass mein Kind und mein Partner sich noch nicht kennen? Dann sei es vielleicht gut, das jetzt zu ändern. Habe man hingegen das Gefühl, es sei noch zu früh, dann sollte man dem auch vertrauen und die Begegnung noch hinauszögern.

„Wichtig ist, dass man sein Kind auf das Treffen mit dem neuen Partner vorbereitet”, sagt Grünewald. Man könne beispielsweise erzählen, dass heute jemand zu Besuch kommt, der Mama oder Papa sehr wichtig ist. Für die erste Begegnung eigne sich ein neutraler Ort wie der Spielplatz, aber auch die Wohnung des Elternteils. „Bei einem Treffen in der Wohnung des noch fremden Partners fühlt sich das Kind hingegen möglicherweise wie ein Eindringling - vor allem, wenn auch noch die Kinder des anderen dabei sind”, gibt die Expertin zu bedenken.

Überhaupt sei es wichtig, dass Eltern ihrem Kind in dieser Situation Sicherheit geben. „Nehmen Sie Ihr Kind an die Hand und zeigen Sie ihm deutlich, dass ihm hier niemand seinen festen Platz streitig machen will”, rät die Psychologin. Nur, wenn das Kind sich sicher fühle, könne es neugierig sein, Fragen stellen und die neue Bekanntschaft als Bereicherung empfinden.

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