Kinder altersgerecht auf Operationen vorbereiten

Von: dpa
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Operation Kinder
Kinder sollten altersgerecht auf Operationen vorbereitet werden, fordern Kinderärzte. Dazu gehöre es auch, den OP-Kandidaten nicht zu früh von dem Eingriff zu erzählen und auf viele Arten und Weisen zu versuchen, ihnen die Angst zu nehmen. Foto: dpa

Köln. Eltern sollten ihr Kind gezielt und altersgerecht auf eine Operation vorbereiten. „Kleinkinder brauchen nur zwei oder drei Tage vor dem erforderlichen Eingriff davon zu erfahren”, rät Prof. Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln anlässlich des Tags des Kinderkrankenhauses am 19. September.

„Dabei sollten Eltern Begriffe wählen, die das Kind versteht, zum Beispiel Schlafen für die Narkose.”

Vor- und Grundschulkinder können schon eine Woche vorher von ihrem bevorstehenden Krankenhausaufenthalt erfahren. Kinderbücher zum Thema wie „Ich mach dich gesund, kleiner Bär” von Janosch helfen dabei. Bis zum Teenageralter sollten Kinder noch nicht von möglichen Risiken einer Operation und Narkose wissen.

Ein Lieblingsspielzeug oder ein Teddy sollte mit ins Krankenhaus dürfen. Besonders rasch vergessen kleine Kinder das Ereignis, wenn ihnen nach überstandener OP und Krankenhausaufenthalt etwas Besonderes in Aussicht gestellt wird, zum Beispiel der Kauf eines heiß ersehnten Spielzeugs oder der Besuch eines Kindertheaters.

Vor der Operation bespricht der Arzt mit dem Anästhesisten und den Eltern Einzelheiten wie vorhandene Allergien, Atemprobleme, kurz zurückliegende Erkrankungen und Herzprobleme. „Um selbst zu wissen, was sie erwartet, empfehle ich Eltern, sich zu informieren, wie lange die Operation dauert, wie der Chirurg vorgeht und ob ein Angehöriger vor und nach der Operation anwesend sein darf”, sagt Nentwich. Auch wichtig zu wissen sei, wie Kinder auf die Narkose reagieren können.

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