Lippstadt - „Keine Fotos bitte”: So werden Schnappschüsse nicht zum Ärgernis

„Keine Fotos bitte”: So werden Schnappschüsse nicht zum Ärgernis

Von: ddp
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Lippstadt. Fotos sind schöne Erinnerungen und dank handlicher Digitalkameras und Fotohandys immer und überall möglich. Aber Fotografieren sei nicht immer erwünscht, mahnt die Etikettetrainerin Meike Slaby-Sandte aus Lippstadt: „Immer dann, wenn sich andere Menschen gestört fühlen könnten, sollte man das Fotografieren lassen.”

Für das Fotografieren mit Blitzlicht gelten besonders strenge Regeln, da es störender wirkt als eine Aufnahme ohne Zusatzbeleuchtung. Eine Störung entstehe immer da, wo ein ruhiges Ambiente herrsche, in das durch das Fotografieren auch für Außenstehende Unruhe kommen könne, mahnt die Stilexpertin. So sei der Schnappschuss in einem lebhaften Fast-Food-Restaurant unproblematisch, in einem edlen Restaurant dagegen unerwünscht.

In Kirchen sollte die Kamera prinzipiell in der Tasche bleiben, meint die Etikettefachfrau: „Wie in jedem Raum, der der Selbstbesinnung und Meditation dient, wirkt es störend. Das gilt natürlich besonders während eines Gottesdienstes.”

Bei besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder Taufen kann es natürlich, in Absprache mit dem Geistlichen, Ausnahmen geben. Ist die Familienfeier in einen Gottesdienst eingebunden, sollte man nur die Momente aufnehmen, die speziell dem Ereignis gewidmet sind, zum Beispiel das Geschehen am Taufbecken. Und dann auch wirklich nur die Menschen fotografieren, die zur Feier gehören.

Allgemein sollte man nur Menschen ablichten, die damit einverstanden sind: „Auf Bilder eines unbekannten Menschen zu gelangen, ist unangenehm.” Will man fremde Menschen aufnehmen, sollte man sie auf jeden Fall vorher um Erlaubnis bitten.

Fotografierverbote, zum Beispiel in Museen, seien selbstverständlich einzuhalten, sagt die Expertin. Ebenso gelte natürlich, dass man keine Bilder von Unfallopfern oder ähnlichem mache: „Das ist allerdings weniger eine Frage der Etikette als eine der Ethik.”
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