Kein Zoff unterm Baum: Familie in die Planung miteinbeziehen

Von: Lea Sibbel, dpa
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Frankfurt/Main. „Du hast aber zugelegt übers letzte Jahr!” Das Zusammentreffen mit der Familie an Weihnachten sorgt oft dafür, dass die Laune für den Rest des Tages in den Keller geht. Alle Jahre wieder kommt es zum großen Krach, und die hohen Erwartungen an ein harmonisches Fest werden enttäuscht.

Bettina Freiin von Schorlemer, Pädagogin und Therapeutin aus Frankfurt, nennt Gründe für den Weihnachtszoff: „Zum einen ist eine schlechte Planung schuld.” Nur einer, der Gastgeber, sei für die gesamte Organisation verantwortlich. Die anderen werden nicht in ihrem Sinne mit einbezogen. „Das endet dann damit, dass der Gastgeber sich Dinge überlegt, die die anderen nicht wollen, sie aber nichts sagen, weil es ja lieb gemeint war.”

So sammele sich schon in wenigen Stunden Groll an. Dabei ist gerade dieser Auslöser für Streitigkeiten leicht vermeidbar: „Die Planung sollte auf mehrere Leute verteilt werden, vorherige Absprachen sind die beste Lösung.”

Spitze Kommentare der lieben Verwandten sind dadurch aber noch nicht aus dem Weg geräumt. Von Schorlemer rät: „Ich weiß im Vorfeld, ob jemand zu Sticheleien neigt. Dann kann ich mir entweder sagen: Für dieses Fest lass ich es an mir abprallen. Oder ich spreche diejenige Person vor dem Fest darauf an.”

Wichtig sei auch, sich vor dem Fest bewusst zu machen: „Es hat meistens einen tieferen Grund, warum man sich zu Weihnachten trifft, zum Beispiel, um den Eltern einen Gefallen zu tun. Wenn man es also für eine andere Person tut, muss man manchmal einfach die Zähne zusammenbeißen”, sagt die Therapeutin.

Und wenn die Familie doch zu anstrengend wird, helfen kleine Tricks: „Man sollte nicht rund um die Uhr an den Festtagen aufeinander hocken, das tut man ja sonst während des Jahres auch nicht.” Wer sich kleine Auszeiten schafft, vielleicht auf eigene Faust einen Winterspaziergang macht, kann Weihnachten ganz entspannt erleben - ohne den berüchtigten Familienkrach.
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