Kartoffeln aufteilen statt stur üben: Hilfe bei Rechenschwäche

Von: dpa
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Berlin. Kindern mit Rechenschwäche hilft es nicht, Aufgaben stur zu üben.

Das könne die Probleme sogar vergrößern, warnt die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) in Berlin. Stattdessen sollten Eltern ihren Kindern die Rechenschritte mit Gegenständen oder den Fingern deutlich machen. Wie man eine Zahl durch eine andere teilt, lernen die Kinder beispielsweise, indem sie Kartoffeln beim Mittagessen auf die anwesenden Personen aufteilen.

Zunächst sollten Eltern ihren Sprösslingen den Zahlenraum von eins bis zehn durch leichte Aufgaben nahe bringen. Beim Lösen dürfen die Kinder durchaus ihre Finger zur Hilfe nehmen, erklärt die DGKJP. Entscheidend sei, dass sie ein grundlegendes Verständnis für Zahlen und Mengen entwickeln - das fehle bei einer Rechenschwäche häufig.

Häufig werde diese Schwäche zu spät erkannt, da die Kinder sich mit Tricks wie Abzählen und Auswendiglernen helfen. Hinweise auf eine Rechenschwäche seien mangelhaftes räumliches Vorstellungsvermögen, Probleme mit Maßen und Gewichten sowie Zeiteinheiten und Geldmengen, erläutert die DGKJP. Begriffe wie „weniger”, „doppelt” oder „halb so viel” bringen die Betroffenen häufig durcheinander.

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