Junge oder Mädchen: Zeugungs-Zeitpunkt kann den Unterschied machen

Von: dapd
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Junge oder Mädchen: Zeugungs-Zeitpunkt kann den Unterschied machen
Die Geburt des ersten gemeinsamen Kindes ist für die Eltern ein unvergleichlicher Glücksmoment. Ob ein Junge oder ein Mädchen das Licht der Welt erblickt, ist nebensächlich - zumindest beim ersten Kind. Prinzipiell jedoch hätten laut Umfragen viele Paare gern sowohl einen Sohn als auch eine Tochter. Darum gehört es zu den vieldiskutierten Fragen, ob sich das Geschlecht des Kindes planen lässt. Foto: dpa

Hannover. Die Geburt des ersten gemeinsamen Kindes ist für die Eltern ein unvergleichlicher Glücksmoment. Ob ein Junge oder ein Mädchen das Licht der Welt erblickt, ist nebensächlich - zumindest beim ersten Kind.

Prinzipiell jedoch hätten laut Umfragen viele Paare gern sowohl einen Sohn als auch eine Tochter. Darum gehört es zu den vieldiskutierten Fragen, ob sich das Geschlecht des Kindes planen lässt.

„Häufig wird beispielsweise die Ernährung als beeinflussender Faktor genannt”, berichtet Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. „Dafür gibt es jedoch keinerlei wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse.”

Anders sei es mit dem Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs. „Dadurch lässt sich die Wahrscheinlichkeit für das eine oder andere Geschlecht um etwa 25 Prozent steigern”, sagt der Frauenarzt aus Hannover. Der Grund dafür: Die Spermien des Mannes tragen immer entweder ein X-Chromosom, das bei erfolgreicher Befruchtung ein Mädchen zeugt, oder ein Y-Chromosom, das zur Entwicklung eines Jungen führt.

Da das Y-Chromosom kleiner und leichter ist als das X-Chromosom, sei es tendenziell auch schneller und erreiche die Eizelle früher. „Findet der Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprungs statt, steigt daher die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine männliche Spermie in der Eizelle einnistet - einfach, weil sie früher dort eintrifft”, erläutert Albring.

Umgekehrt verhalte es sich, wenn der letzte Verkehr bereits einige Tage vor dem Eisprung stattgefunden hat: „Die weiblichen Spermien sind nämlich langlebiger als die männlichen. Bis zum Tag des Eisprungs halten darum mehr weibliche als männliche Spermien durch”, erklärt Albring. Den genauen Zeitpunkt des Eisprungs könne jedoch nur der Frauenarzt feststellen: „Viele Paare nehmen den Aufwand zusätzlicher Untersuchungstermine allerdings gerne auf sich, um nach zwei Jungen doch noch ein Mädchen zu bekommen oder umgekehrt.”
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