Intim- und Handhygiene verhindert Ausbreitung von Darmbakterien

Von: dpa
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Köln. Auch nützliche Bakterien können manchmal schädlich sein. Das gilt zum Beispiel für das Bakterium Escherichia coli (E. coli). Im menschlichen Darm verdrängt es in der Regel schädliche Erreger, erläutert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln.

Doch außerhalb des Darmes kann es zu Infektionen, insbesondere Harnwegsinfektionen oder in seltenen Fällen Wundinfektionen, führen. Der beste Schutz gegen die Ausbreitung dieser Bakterien auf andere Bereiche des Körpers ist daher eine sorgfältige Intim- und Handhygiene, die auch Kinder lernen müssen.

Gründliches Abwischen der Genitalien und Händewaschen nach jedem Toilettengang sollten schon für kleine Kinder eine Selbstverständlichkeit sein. Beim Po-Säubern sollten Eltern und Erzieher bei Kleinkindern noch helfen beziehungsweise ab und zu kontrollieren.

Beim Umgang mit Haustieren muss ebenfalls Wert auf Hygiene gelegt werden: Die E.coli-Erreger befinden sich auch im tierischen Darm. Sie könnten daher durch minimale Fäkalienspuren zum Beispiel von Hunden und Katzen auf Familienmitglieder übertragen werden, warnt BVKJ-Sprecher Ulrich Fegeler.

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