Instrument lernen: Kind vorher zum Schnupperkurs schicken

Von: dpa
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Erst Geige, dann doch lieber E-Gitarre: Für Kinder sind viele Musikinstrumente interessant. Foto: dpa

Bonn. Ein halbes Jahr Blockflöte, dann das Schlagzeug und als nächstes das Klavier: Für Kinder sind viele Musikinstrumente interessant. Wann Eltern auf den Wunsch der Kinder, von einem Instrument zum nächsten zu wechseln, eingehen sollten, sei individuell höchst unterschiedlich.

Das meint Matthias Pannes, Bundesgeschäftsführer des Verbandes deutscher Musikschulen. „Es gibt keine Richtlinie, dass man ein Instrument erst einmal zwei oder drei Jahre lernen muss.”

Wichtig sei es, sich schon vor der Wahl des ersten Instrumentes beraten zu lassen, sagt Pannes. In Schnupperkursen könnten Kinder Instrumente ausprobieren. Außerdem sei es wichtig, dass die Kinder nicht nur allein, sondern auch in einem Orchester oder einer Band übten. „Wenn man zusammenspielt, bleibt man länger bei dem Instrument, was man hat”, sagt Pannes.

Die Motivation könne auch durch einen Wechsel der Stücke oder der Art zu spielen gesteigert werden. Außerdem sollten die Instrumente der Größe des Kindes angemessen sein. In der Pubertät verändere sich die Motorik, die Arme würden länger - solche Punkte müssten Eltern beachten. Für diejenigen, die nicht sofort ein Klavier, ein Schlagzeug oder eine Klarinette kaufen wollen, empfiehlt Pannes, mehrmonatige Leihverträge mit Instrumentenhändlern oder Musikschulen abzuschließen.

Info-Kasten: Deutscher Musikschultag im Juni

Vom 15. bis 17. Juni öffnen viele Musikschulen in Deutschland ihre Türen für Interessenten. Beim Deutschen Musikschultag werden Besuchern Instrumentenberatungen, Konzerte und andere Veranstaltungen geboten. Die Aktion ist Teil des Programms zum Tag der Musik, den der Deutsche Musikrat initiiert hat.

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