Impfung gegen Rotaviren nur bis zur 24. Lebenswoche möglich

Von: ddp
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Berlin. Für Säuglinge und Kleinkinder können Durchfälle und Erbrechen eine schwere Belastung sein. Vor allem bis zum dritten Lebensjahr sind häufig sogenannte Rotaviren Auslöser solcher Erkrankungen.

Schutz gegen die hochansteckenden Erreger kann eine Schluckimpfung bieten.

„Empfehlenswert ist, die Kinder so früh wie möglich impfen zu lassen”, rät der Berliner Arzt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Denn der Impfschutz könne nur bis zur 24. Lebenswoche verabreicht werden.

Die erste Schluckimpfung ist laut Fegeler zwischen der achten und zwölften Lebenswoche sinnvoll. Je nach Impfstoff müssten danach im Abstand von jeweils vier Wochen ein oder zwei weitere Impfungen folgen. „Die Kosten werden von den meisten Krankenkassen allerdings nicht übernommen”, sagt der Kinderarzt.

Die Eltern müssten den Impfstoff daher häufig privat bezahlen. Das Serum koste in der Regel zwischen 160 und 180 Euro. Ratsam sei, die Rechnung danach dennoch bei der Krankenkasse einzureichen, da die Impfung etwa von der sächsischen Impfkommission als Standard empfohlen werde, sagt Fegeler.

Nach der 24. Lebenswoche dürfen Kinder nach Angaben des Mediziners nicht mehr gegen Rotaviren geimpft werden, da dann das Risiko für Komplikationen steige. So könnten sich etwa die Darmwände ineinanderstülpen. Solche sogenannten Invaginationen könnten letztlich einen Darmverschluss verursachen.

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