Gütersloh - Immer mehr Ein- und Zweijährige gehen in die Kita

Immer mehr Ein- und Zweijährige gehen in die Kita

Von: ddp
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Mehr junge Kinder in den Kitas: Die Zahl der Ein- und Zweijährigen in Kindertagesstätten oder Krippen steigt an. Foto: ddp

Gütersloh. Immer mehr Ein- und Zweijährige in Deutschland gehen in eine Kindertagesstätte. Im vergangenen Jahr besuchte durchschnittlich jedes fünfte Kind im Alter von einem Jahr eine Kita, eine Krippe oder wurde von Tageseltern betreut.

Das geht aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung hervor, die am Montag in Gütersloh veröffentlicht wurde. Von den Zweijährigen waren es fast 40 Prozent.

Von August 2013 an haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kita oder bei einer Tagesmutter, sobald ihr Kind ein Jahr alt ist. Bislang gehen viele Landes- und Kommunalpolitiker davon aus, dass sie bis dahin für etwa 35 Prozent aller Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze schaffen müssen. Die Studie legt jedoch nahe, dass die Nachfrage deutlich höher ausfallen dürfte.

Der „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2010” liefert auch Zahlen zu den Investitionen in frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung. Die Ausgaben der Bundesländer fallen demnach höchst unterschiedlich aus. Während Spitzenreiter Berlin im Jahr 2007 durchschnittlich rund 4150 Euro für jedes Kind unter sechs Jahren investierte, gab das Schlusslicht Schleswig-Holstein nur rund 2000 Euro pro Kind aus. Neben Berlin liegt Hamburg mit Investitionen von rund 3400 Euro pro Kopf mit an der Spitze. Neben Schleswig-Holstein stehen Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg am unteren Ende der Investitionsskala.

Das Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger, mahnte: „Wer bei den Investitionen in die frühkindliche Bildung und Erziehung spart, zahlt in der Zukunft drauf.” Ausgaben für diesen Bereich rechneten sich.
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