Hausaufgaben nicht direkt nach der Schule machen lassen

Von: dpa
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Kinder sollen bei Hausaufgaben von Ablenkungen und Lärm geschützt werden. Foto: dapd

Bargteheide/Freiburg. Nach der Schule spielen Kinder besser erst einmal. Dann haben die meisten Jungen und Mädchen ein Leistungstief, erklärt der Familienberater Jan-Uwe Rogge aus Bargteheide bei Hamburg.

Die Leistungsfähigkeit nehme erst wieder am Nachmittag zu. Die beste Zeit für Hausaufgaben sei zwischen 16 und 17 Uhr.

Da aber jedes Kind anders ist, sollte es selbst über den Hausaufgabenzeitpunkt mitentscheiden dürfen. Gut sei, sich auf eine Uhrzeit zu einigen und diese 14 Tage lang auszuprobieren. Bewährt sie sich, sollte sie zur Regel werden.

Doch nicht nur der Beginn, auch den Ablauf und das Ende der Hausaufgaben sprechen Eltern besser mit ihrem Kind ab. Für Sechs- bis Achtjährige empfehle sich eine Hausaufgabenzeit von 40 bis 50 Minuten.

Sind die Arbeiten danach nicht erledigt, könnten weitere 10 bis 20 Minuten angehängt werden, rät Rogge. Findet das Kind dann immer noch kein Ende, bieten die Eltern ihre Hilfe an.

Besser sei allerdings, die Hausaufgaben abzubrechen und dem Lehrer eine Notiz zu schreiben, erklärt Rogge in der in Freiburg erscheinenden Zeitschrift „spielen und lernen” (Ausgabe 10/2009).

Damit es möglichst wenig Streit um die Hausaufgaben gibt, sollten Eltern nicht die ganze Zeit danebensitzen. Besser sei, die Aufgaben am Anfang zu erklären und die Ergebnisse am Ende durchzusprechen, rät Rogge.

Möchte das Kind Tipps haben, sollten diese kurz ausfallen und das Kind anregen, selbst zur Lösung zu gelangen. Setzen sich Eltern doch dazu, halten sie sich besser mit Kommentaren zurück. Ständige Belehrungen förderten nicht das Denken.

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