Halloween: Kinder, Monster, Polizisten

Von: dpa
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Wenn zu Halloween als Monster verkleidete Kinder und Jugendliche von Tür zu Tür ziehen, werden ihre Streiche bisweilen zum Fall für die Polizei. Foto: dpa

Berlin. Wenn zu Halloween als Monster verkleidete Kinder und Jugendliche von Tür zu Tür ziehen, werden ihre Streiche bisweilen zum Fall für die Polizei. Das Spektrum reicht dabei von Beleidigung und der früher als grober Unfug bezeichneten Belästigung der Allgemeinheit bis zu Sachbeschädigung, Körperverletzung oder Brandstiftung.

Nehmen Jugendliche verkleideten Kindern mit Gewalt gesammelte Süßigkeiten ab, begehen sie einen Raub.

Jährlich warnt die Polizei: Bei verklebten Türschlössern, zerkratzten Autos, beschädigten Hauswänden, verwüsteten Vorgärten oder zerschlagenen Fensterscheiben hört der Spaß auf. Das sind Sachbeschädigungen, für die Geldstrafen oder Haft von bis zu zwei Jahren drohen, wenn der Täter ein strafmündiger Jugendlicher ab 14 ist. Für jüngere Halloween-Knirpse ist das Alter kein Freibrief. Ab sieben Jahren haften sie grundsätzlich für ihr Handeln. Ihre Streich-Eskapaden können dann teuer für die Eltern werden.

In den vergangenen Jahren nahmen die Fälle und die Höhe der Sachschäden zu. Oft werden parkende Autos durch brennendes Toilettenpapier beschädigt. Im fränkischen Bamberg brannte ein Wagen aus - 20.000 Euro Schaden. 150.000 Euro Schaden richteten Acht- und Neunjährige in Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) an. Durch ein offenes Fenster hatten sie Feuerwerkskörper in eine Wohnung geworfen und einen Brand ausgelöst. Ebenfalls 150.000 Euro kostete der „Streich” von 13 Jahre alten Jungen in Magdeburg, die durch eine angezündete Zeitung eine Schulsporthalle in Brand setzten.

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