Großbritannien: Freie „Vaterwahl” nach künstlicher Befruchtung

Von: kna
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London. Künstlich befruchtete Mütter in Großbritannien dürfen sich in Zukunft aussuchen, wen sie als Vater beziehungsweise zweiten Elternteil auf der Geburtsurkunde ihres Kindes angeben.

Wie die „Sunday Times” berichtet, darf auch die lesbische Lebenspartnerin der Mutter als gesetzlicher Elternteil genannt werden. Der oder die eingetragene Erziehungsberechtigte muss nach Angaben der Zeitung nicht biologisch mit dem Kind verwandt sein.

Entsprechende Richtlinien wurden vergangene Woche von der britischen Regulierungsbehörde für Reproduktionsmedizin HFEA veröffentlicht. Die neue Regelung gilt laut Bericht ab April mit dem Inkrafttreten des 2008 beschlossenen Embryonengesetzes.

Mit dem Gesetz will die britische Regierung nach eigenen Angaben die Diskriminierung alleinstehender und lesbischer Mütter beseitigen. Kritiker sehen die neuen Regeln, die die „Notwendigkeit eines Vaters” beseitigen, als Angriff auf traditionelle Familienstrukturen.
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