Gesundheitsversorgung des Landes entscheidet über Partnerwahl

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Weinheim. Frauen machen die Partnerwahl von der Gesundheitsversorgung ihres Landes abhängig: Ist die Lebenserwartung niedrig und die Zahl ansteckender Krankheiten hoch, bevorzugen Frauen eher Männer mit maskulinen Zügen.

Das hat eine Forschergruppe an der Universität Aberdeen (Großbritannien) herausgefunden. Männliche Gesichtszüge verbinden die Frauen mit genetischer Gesundheit und somit einem Fitnessvorsprung für ihre Kinder.

In Ländern mit allgemein guter Gesundheit und hoher Lebenserwartung punkten dagegen Männer mit eher femininen Gesichtszügen wie vollen Lippen und einem schmalen Kinn: 59 Prozent der deutschen Frauen würden diesen Typ bevorzugen. Sind die Gesundheitsrisiken also gering, steht die Männlichkeit für Frauen nicht so sehr im Vordergrund. Der Grund liegt nach Ansicht der Forscher darin, dass maskuline Männer auch Nachteile haben: Laut Studien sind die meisten von ihnen unkooperativer, aggressiver und sorgen weniger für den Nachwuchs.

Für die Studie mussten fast 5000 Frauen von 16 bis 40 Jahren aus 30 Ländern einen Fragebogen zum Aussehen der Männer ausfüllen. Gezeigt wurden maskuline und feminine Versionen eines Porträts. „Die Forschung zeigt, dass die Vorlieben nur eine Antwort auf Umweltfaktoren sind, wie etwa eine schlechte Gesundheitsversorgung”, erklärt die Autorin der Studie in der Zeitschrift „Psychologie heute” (Ausgabe 9/2010).

Die Homepage wurde aktualisiert