Geldgeschenke können Anspruch auf Kindergeld kosten

Von: dpa
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München/Berlin. Geldgeschenke von Verwandten an Kinder zählen für den Fiskus als sogenannte sonstige Bezüge. Sie werden ins Jahreseinkommen des Kindes eingerechnet und können damit den Kindergeldanspruch kosten.

Das geht aus einer Entscheidung des Finanzgerichts München hervor, auf die der Bund der Steuerzahler in Berlin hinweist (Az.: K 2984/07). Bei über 18 Jahre alten Kindern verlieren Eltern den Anspruch auf Kindergeld und Kinderfreibetrag, wenn die Einkünfte und Bezüge des Kindes 7680 Euro im Jahr übersteigen.

Strittig ist den Angaben nach immer wieder, was alles zu den Einkünften und Bezügen eines Kindes zählt. Wird das Geldgeschenk allerdings mit der Auflage versehen, dass es nur zur weiteren Kapitalanlage verwendet werden darf, zählen nur die aus einer solchen Anlage erzielten Beträge mit.

„Eine derartige Auflage sollte aber unbedingt dokumentiert werden”, rät Referentin Isabel Klocke. Die Unterlagen könnten helfen, spätere Unstimmigkeiten mit der Familienkasse oder dem Finanzamt zu verhindern oder aufzuklären.

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