Gekündigte Kollegen nicht ausgrenzen

Von: dapd
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Buero / Kuendigung / Chef
Wenn einem Kollegen gekündigt wird, macht das meistens schnell die Runde. Viele sind jedoch unsicher, wie sie sich dem Betroffenen gegenüber verhalten sollen. „Es ist schlimm, wenn ein Gekündigter von seinen Kollegen gemieden wird, als hätte er eine ansteckende Krankheit”, betont Karrierecoach Jutta Boenig.

Überlingen. Wenn einem Kollegen gekündigt wird, macht das meistens schnell die Runde. Viele sind jedoch unsicher, wie sie sich dem Betroffenen gegenüber verhalten sollen. „Es ist schlimm, wenn ein Gekündigter von seinen Kollegen gemieden wird, als hätte er eine ansteckende Krankheit”, betont Karrierecoach Jutta Boenig.

Manchmal sei es schon sehr tröstend, zu sagen: „Ich habe gehört, was passiert ist. Das tut mir sehr leid.” „Man kann auch die anderen Kollegen auf die Situation ansprechen und sie auffordern, dem Betroffenen zur Seite zu stehen”, schlägt die Expertin aus Überlingen vor. Gemeinsam könne man überlegen, wie man den Gekündigten jetzt unterstützen kann.

Allerdings sollte man auch aufpassen, aus Mitgefühl für den Betroffenen nicht übers Ziel hinaus zu schießen. „Das Wichtigste ist, dass man keine Stellung bezieht”, betont Boenig. Wenn der Gekündigte sich also über die miesen Methoden des Arbeitgebers auslasse, sollte man tunlichst vermeiden, in die Tirade einzustimmen.

„So etwas kann immer weitergetragen werden”, gibt die Expertin zu bedenken. Im schlimmsten Fall bekomme der Chef es mit - und man lande selbst auf der Abschussliste.

Statt mitzulästern, sollte man sich aufs Zuhören beschränken und den Frust und die Bitterkeit des anderen aushalten. „Man kann auch anbieten, gemeinsam mit demjenigen zu schauen, wie es jetzt weitergehen könnte”, sagt Boenig.

Möglicherweise kenne man einen Coach, der dem Betroffenen bei der Suche nach neuen Perspektiven helfen kann.
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