G-8-Schüler haben gleiches Recht auf Fahrtkosten

Von: dpa
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Aachen. Turbo-Abiturienten der Klasse 10 haben nach einem Urteil das gleiche Recht auf Erstattung von Fahrkosten wie gleichaltrige Schüler anderer Schulformen.

Das Verwaltungsgericht Aachen gab zwei Schülern eines G-8-Gymnasiums Recht, die gegen eine Kommune geklagt hatten (Az. 9 K 1205/10 und Az. 9 K 1210/10). Die wollte nach Angaben des Gerichts von Montag die Fahrtkosten nicht erstatten. Die beklagte Stadt habe Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster eingelegt.

In den G-8-Gymnasien mit verkürzter Schulzeit zählten die 10. Klassen schon zur Sekundarstufe II, erläuterte das Gericht. Die beklagte Stadt berief sich auf die Schülerfahrkostenverordnung, wonach Fahrtkosten in dieser Stufe nur ab einer Schulweglänge von mehr als fünf Kilometern erstattet werden. Die betroffenen Schüler haben nach Angaben des Gerichts einen vier Kilometer langen Schulweg.

Das Gericht befand, dass die Schüler genauso behandelt werden müssen, wie Schüler der Haupt- und Realschulen in Klasse 10. Für diese Schüler gelte eine Entfernungsgrenze von 3,5 Kilometer. Die unterschiedliche Behandlung von Schülern verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Ob ein Schulweg für einen Schüler körperlich zumutbar sei, hänge nicht von der Schulform ab, sondern von der körperlichen Entwicklung in einem bestimmten Alter.

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