Dresden - Fußball ist emotional stabilisierender Faktor auch bei Frauen

Fußball ist emotional stabilisierender Faktor auch bei Frauen

Von: ddp
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Dresden. Das Fußballspielen und -schauen ist nach den Worten der Dresdner Sportpsychologin Grit Reimann längst keine reine Männerdomäne mehr.

Immer mehr Frauen finden aktiv als Spielerinnen oder passiv als Fan Gefallen an dieser Sportart, wie Reimann der Nachrichtenagentur ddp in Dresden kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika sagte. „Frauen haben in unserer Gesellschaft mittlerweile ein anderes Selbstbewusstsein beziehungsweise Selbstbild und können deshalb an Dingen, die ihnen Spaß machen, teilhaben”, sagte die promovierte Psychologin.

Das Gemeinschaftserlebnis Fußball sei deshalb auch zunehmend für Frauen „möglicherweise als soziale Kontaktpflege” interessant. Nicht zuletzt seit der WM 2006 sei Fußball auch für Frauen ein „sozial wohltuendes Ereignis”, sagte Reimann. „Gerade dieses Gemeinschaftsgefühl konnten wir bei der WM vor vier Jahren in unserem Land sehr intensiv spüren.” Dieses Gefühl zu leben, sei in der heutigen Gesellschaft etwas ganz Wichtiges. „Die von uns verlangte und auch zur Verfügung gestellte Flexibilität gebärt ein natürliches Bedürfnis nach Stabilität und Nähe”, betonte sie.

Da könne das sonntägliche Fußballschauen im Stadion, zu Hause oder bei Freunden ein stabilisierendes Ritual sein mit hohem emotionalem und sozialem Charakter. Dabei unterscheiden sich Frauen nach Ansicht von Reimann in ihrem äußeren Auftreten als Fans nicht gravierend von den Männern.

„Die T-Shirts, die Schals, das Merchandising ist darauf abgestimmt, eine Gemeinsamkeit darzustellen und zwar als gemischte Gruppe”, sagte die Sportpsychologin. Wäre Fußball nicht so eine etablierte Sportart, hätte es ihrer Ansicht nach wahrscheinlich von Beginn an keinerlei Geschlechtspräferenz gegeben.
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