Experte: Computer schaden kleinen Kindern

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Ulm. Kinder sollten nach Ansicht des Hirnforschers Manfred Spitzer nicht zu früh mit dem Computer umgehen. Viele Menschen meinten inzwischen, dass Kinder schon im Kindergarten in Kontakt mit dem Computer kommen sollten, sagte der Ärztliche Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm dem „Deutschlandradio Kultur” am Freitag.

Es gebe jedoch keine einzige Untersuchung, die zeige, dass dies die geistige oder soziale Entwicklung fördere. Nachteile seien jedoch durch eine ganze Reihe sehr guter Studien belegt.

So entwickelten Kinder, die zu früh am Computer sitzen, eher eine Aufmerksamkeitsstörung in der Schule oder bekämen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben, sagte Spitzer. Zudem ersetze ein Mausklick das Anfassen und Bewegen der Dinge nicht. Dies sei aber ein ganz wichtiger Bestandteil des Lernens. „Man spricht nicht umsonst davon, dass man Dinge "begreift".”

Dem Argument, schon Kinder benötigten Medienkompetenz, entgegnete der Wissenschaftler: Er bezweifle, dass 11- oder 12-Jährige immer beurteilen könnten, was da im Netz alles auf sie einstürme.
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