Erkältetes Haustier nicht mit Medikamenten für Menschen behandeln

Von: dapd
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München. Wenn es draußen ungemütlich ist, sind auch Hund und Katze anfälliger für Schnupfen, Husten und Infekte. Virusinfekte zeigen sich oft dadurch, dass der kleine oder große Liebling matt ist und den Fressnapf links liegen lässt.

Klare Anzeichen für einen Schnupfen sei Ausfluss aus der Nase oder aus dem Auge oder beides, meist begleitet von Husten und Niesen, sagt Veterinärmedizinerin Tina Hölscher aus München.

Hat es das Tier kalt erwischt, ist nicht immer gleich ein Gang zum Arzt angesagt. Bei harmlos verlaufenden Infekten wird das Tier mit dem Infekt selbst fertig. Der Halter könne dann auch warten, „vorausgesetzt, das Tier frisst und macht ansonsten einen munteren Eindruck”, rät Hölscher. Zu Hause könne man dem Hund oder der Katze mit Rotlicht helfen, aber nicht länger als zehn Minuten pro Sitzung. Der Abstand sollte einen halben Meter betragen. Wichtig sei auch, das Fell nach dem Gassigehen trockenzurubbeln. Aber: „Keinesfalls Medikamente für den Menschen anwenden, vieles davon ist giftig für das Tier”, warnt die Tierärztin.

Gehe der Schnupfen mit Fieber einher, sollte er aber behandelt werden, ebenso wenn er länger als drei Tage andauere. Zum Fiebermessen sollte einer das Tier halten und der Halter das Thermometer mit Vaseline oder einer Handcreme gleitfähig machen und dann vorsichtig je nach Größe des Tieres einen halben bis eineinhalb Zentimeter in den After einführen. „Wehrt sich das Tier sehr, dann lieber nicht messen”, sagt Hölscher. „Verletzungen im Enddarm nehmen oft einen schlechten Verlauf.” Die Normaltemperatur beim Hund betrage 38 bis 39 Grad Celsius, bei der Katze zwischen 38 und 39,2 Grad Celsius. Hölschers Tipp: Lieber früher als zu spät zum Tierarzt. Der weitverbreitete Glaube, nasse Nase bedeute gesunder Hund, sei jedenfalls ein großer Irrtum.

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