Eltern-Schulinitiativen dringen auf Reformen

Von: epd
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Freiburg. Nach dem Amoklauf von Winnenden fordern mehrere baden-württembergische Eltern-Schulinitiativen eine grundlegende Umgestaltung des Schulwesens.

Es sei wissenschaftlich nachgewiesen, dass Amokläufe häufig im Zusammenhang mit schulischer Ausgrenzung stehen und mit sozialen Defiziten an den Schulen zu tun haben, erklärten die Initiativen am Montag in Freiburg. Sie fordern unter anderem kleinere Klassen, mehr Schulpsychologen und eine engere Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule.

In einem Appell an die Kultusminister der Länder sowie das Bundesbildungsministerium verlangen sie die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems, das ihrer Ansicht nach die Ausgrenzung von Schülern fördere. An die Stelle überfüllter Lehrpläne und Zeithetze müsse ein angstfreies und kooperatives Miteinander treten, heißt es. Gefordert werden zudem eine Ausweitung des kreativen, sozialen und sportlichen Bereichs und ein stärkerer Einsatz von Schulpsychologen und Sozialarbeitern.

Zu den Unterzeichnern zählen etwa die 1974 in Bietigheim nach dem Selbstmord eines Schülers gegründete Eltern-Schulinitiative „Aktion Humane Schule e.V.” und der im Januar 2009 gegründete Verein „Schule mit Zukunft”. Mehr als 70 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg beteiligen sich den Angaben zufolge an den Initiativen.

Ein 17-jähriger ehemaliger Schüler der Albertville-Realschule in Winnenden hatte am 11. März 15 Menschen ermordet. Bei der anschließenden Flucht nahm er sich selbst das Leben.
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