Eltern können Vorbild in Sachen Lesen sein

Von: Julia Kirchner, dpa
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Berlin. Um Kinder zum Lesen zu motivieren, sollten Eltern selbst öfter zum Buch greifen. „Wenn Kinder sehen, dass die Bücher im Haus nicht nur abgestaubt, sondern auch genutzt werden, spornt das an”, sagt Rolf Busch vom Verband Bildung und Erziehung in Berlin.

Dies könnten auch Familien mit einem geringen Einkommen umsetzen. „Lesestoff gibt es heute überall, etwa in Bibliotheken oder Schulen. Man muss kein Abonnement abschließen, um zu lesen.”

Die aktuelle Kids-Verbraucheranalyse 2010 des Egmont Ehapa Verlags („Mickey Mouse”) zeigt, dass nur zehn Prozent der 6- bis 13-Jährigen häufig eine Zeitschrift lesen, deren Familie weniger als 2000 Euro Einkommen monatlich zur Verfügung hat. Übersteigt das Einkommen 3000 Euro, lesen hingegen fast 30 Prozent häufig Zeitschriften. Für die Studie wurden 1700 Kinder sowie ein Elternteil befragt.

Das verfügbare Einkommen ist laut Busch aber nicht die einzig aussagekräftige Größe: „Den Wert, den das Lesen hat, ist nicht davon abhängig, wie viel ich mit Geld kaufen kann”, erklärt der stellvertretende Bundesvorsitzende. Das Interesse für Bücher müsse schon früh geweckt werden, etwa durch regelmäßiges Vorlesen.
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